September 2014 in Saft und Kraft

Liebe Freunde,

es wird wirklich rund um die Uhr gearbeitet. Täglich neue Sorgen , aber das ist nicht immer schlecht, denn die Sorgen halten uns wach.
Auch Stress kann positiv sein wie Ecaterina erst kürzlich bewies. Denn sie musste neue Sachen für unsere kleinsten der Adoptionsgruppe besorgen. Schuhe , Hosen und die nötigen Schulhefte sollten nun auf ihrer Wunschliste stehen. Denn auch in Ostrumänien sind die Sommerferien zu Ende.  Unser Doctor und der Hufschmied sind dagegen mit anderen Sachen beschäftigt. Die tägliche Versorgung der Arbeitspferde und die wichtige orthopädische Betreuung der Pferdchen ist für die Herren von Equiwent vorrangig, denn auf gerade einmal 100 Menschen (in unserer Adoptinsgruppe) kommen abertausende Arbeitspferde!


Bild: Ostrumänien ist immer noch eine andere Welt- aber es ist unser Europa!

Equiwent Hilfe- Schmiede ohne Grenzen!?  Oft soll ich in wenigen Worten erklären wer wir sind und was wir machen. Das ist sehr schwer, denn wir sind nicht nur irgend ein Verein der ein bisschen mit Tierschutz „macht“ . Nein, ich betrachte Equiwent als Solidargemeinschaft von Menschen für Menschen und von Menschen für Tiere. Was ist unsere größte Motivation? Was treibt uns an ? Wieso reiben wir uns körperlich, seelisch und finanziell auf- und das seit nun 7 Jahren ununterbrochen? Soll ich ihnen und uns selbst meine ehrliche Antwort geben?
„Niemand möchte alleine sein!“  So einfach ist das.   Equiwent ist eine Solidargemeinschaft welche stets dem Schwachen hilft, egal ob Hund, Pferd oder Mensch! Der Mensch ist ein Heerdentier, ebenso wie Pferd und Hund. Es gibt immer Rangstarke und Rangschwache. Rangschwache ärgern sich ständig über die Starken aber letztendlich sind die Schwachen nicht gut überlebensfähig. Equiwent hat die Rolle des Rangstarken übernommen. Mit Höflichkeit und Stärke setzen wir uns stets zielgerichtet die Interessen unserer Schützlinge durch. Schwache und behinderte Menschen werden mit eiserner Faust geschützt ebenso wie die Arbeitspferde der Bauern. Auch in Deutschland musste ich kürzlich für ein Vereinsmitglied tätig werden. Eine alte Dame brauchte Hilfe, sicherlich rechnete sie nichtmit der Hilfe von Equiwent.  Die Menschen welche den großen Equiwent-Schutzschirm mir mir aufgebaut haben stehen ebenso unter meinem Schutz wie die wehrlosen im EU-Ausland für die der Schutzschirm eigentlich gestrickt wurde.


Die Welt kollabiert und wir sehen nur zu. Auch Ebula in Afrika wird zu unserem Problem erklärt. Seit Ausbruch dieser Krankheit gibte es ca 5000 infizierte Menschen in Afrika. Wissen sie wie viele Mensche in Deutschland jährlich an einen Schlaganfall erkranken ? Ca 270 000 !
Armut in Deutschland? Ca 16 Millionen Menschen leben unterhalb der offiziellen Armutsgrenze. Ich möchte jetzt nicht das Eboluaproblem minimieren sondern unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhalten, wir neigen gerne dazu wichtige Misstände in unserem Europa auszublenden.
Alterarmut? Ca 4 Millionen Rentner leben unterhalb der offiziellen Armutsgrenze!! Davon sind ca eine Million Rentner dauerhaft oder zeitweise mangelernährt und medizinisch unterversorgt.
Warum schreibe ich das hier ? Ich möchte doch nur um Verständnis für die Wichtigkeit einer funktionierenden Solidargemeinschaft werben. Wenn wir wieder lernen Wärme und Geborgenheit zu leben – dann werden wir auch selbst Nächstenliebe erfahren.