Ein Facebookartikel schlug ein..

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Am 10.11.2018 war ich (wie so häufig) in Rumänien.
Folgender Artikel sorgte für viel Zuspruch.
Dafür möchte ich danken.
In Rumänien, in meinem “Einsatzgebiet”, bin ich natürlich auch schon mal am Rande ver Verzweiflung. Die Aufgaben lasten auf meinen Schultern und manchmal erdrückt einem die Last.
Herzlichst, ihr Markus Raabe

Der Artikel:

Manchmal tut es einfach nur weh...
Freunde beruhigen einen immer. "Ihr habt doch so viel erreicht in den letzten 10 Jahren"
Aber dennoch habe ich täglich diesen Klos im Hals. Ich bin jeden Monat in Rumänien. Mit meinem Kleinlaster bringe ich dann Sachspenden, Hufeisen und Medikamente in unsere Stationen.
Die Sachen werden dringend benötigt, jedes Mal.
Mit Stolz steure ich unsere rumänische Tierklinik an. Was ein Akt eine nonprofitale Tierklinik aus einer alten Rinderkolchose zu bauen. Tausende Arbeitstunden und viele zentausende Euro Spendengelder von netten Menschen.
Ich bekomme Angst wenn ich daran denke wie groß wir geworden sind. Vermutlich sind wir Europas größte Hilfsorganisation für Pferde. Zudem noch die Hundekastrationsklinik in Rumänien und das große humanitäre Hilfsprojekt für Kinder und notleidene Menschen in Extremarmut.
Ärztlich Hilfe für alle Tiere ohne Erwartung einer Gegenleistung, so wollte ich es damals haben. Heute sind wir viel weiter..
Heute beschäftige ich ein Team von 12 Experten und viele zusätzliche Fachkräfte. Wir sind Ärzte,Tierärzte und Hufschmiede. Wir sind mit unseren drei mobilen Tierarztpraxen jeden einzelnen Tag unterwegs. Oft können wir schnell und unkompliziert helfen. Zudem noch der soziale Dienst für die Kinder.
Die Verantwortung wiegt schwer. Ich bin jetzt 45 Jahre. Seit rund 12 Jahren dreht sich mein Leben nur um Tierschutz und Entwicklungshilfe für Menschen. Trinkwasser und Trinkwasser für Menschen verfügbar machen hat eine tiefe Bedeutung für mich. Das ist kein Zuckerschlecken. Die Tiere, die Freunde und die Familie geben einem Kraft. Letzteres ist aber auf der Strecke geblieben. Ich fühle mich wohl in Osteuropa, bewege dort etwas. Verringere Leid, bekämpfe Not. In Deutschland kommt dann der unangenehme Teil auf mich zu. Administrative Arbeit, Behörden, Spendenquittungen und wöchentlich ca 500 Emails, 25 Faxe und rund 60 Briefe per Post. Alle Fordern eine Antwort. Der Anrufbeantworter blinkt Tag und Nacht. Er fordert seine Entlehrung durch einen schrille Signalton. Darauf sind oft böse Stimmen. Manchmal werde ich beleidigt und beschimpft. Oftmals sind es aber Fragen zum Thema Sachspenden. Ich kann es nicht allen Recht machen und ich möchte es auch nicht allen Recht machen.
Meine Nacht wird zum Tag. Jede Nacht zwischen 23.00 und 3.00 Uhr sitze ich im Büro. Mit dabei ist Elfriede, ich liebe Sie, Sie fasst 1,5 Liter Wasser und brüht den besten Kaffee. In der Thermoskanne 
schmeckt er auch noch nach vielen Stunden gut. 
Wenn mich die Müdigkeit überkommt laufe ich draußen an der frischen Luft. Vier Hunde begleiten mich. Zwei davon sind aus Rumänien, sind mir irgendwie ins Auto gesprungen damals. 
"Damals" denke ich. 
Ich klatsche mir kaltes Wasser ins Gesicht und im Spiegel schaut mich ein alter Mann an. Graue Haare, Tränensäcke und mehr Falten als ein schottischer Wanderrock.
Zurück an meinem Schreibtisch angekommen klingelt das Telefon. Ich blicke auf die Uhr. es ist 1.43 Uhr Nachts. Der Anrufbeantworter übernimmt für mich. Die Stimme ist deutlich aber sehr alt. Ich kenne die Dame. Sie spendet viel Geld. Erst kürzlich 600.00 Euro. Aber eigentlich war es keine Spende. Denn Spenden sind ohne Erwartung einer Gegenleistung. Diese Dame erwartet aber so einiges von mir.
Sie möchte Unterhalten werden, wöchentlich. Und Sie möchte von niemanden anderen Unterhalten werden. Ich kann den gewünschten Service nicht bieten. Unsere Förderbriefe, die Zeitschriften und die Filme welche ich produziere reichen ihr nicht aus. Der Anrufbeantworter hat ein dickes Fell, er zeichnet die Beschimpfungen auf. Die Omi wird nun ihre Zahlungen einstellen.
Ich gehe ins Bett, bin verärgert und kann nicht schlafen. 6.00 Uhr, der Wecker klingelt und gegen 8.00 Uhr kommen die ersten Kunden. Unsere Hufbeschlagschmiede ist gut besucht und stets ausgebucht. 
Den Luxus in Rumänien monatlich ehrenamtlich arbeiten zu dürfen muss ich mir in Deutschland hart erarbeiten. 
Zurück zum Eigentlichen..
Auf dem Bild sehen Sie Vlad. Er ist 9 Jahre alt , sein Leben war es bisher nicht Wert als Leben bezeichnet zu werden.
Die Tierärzte stehen unter enormen Druck. Der Chef ist mit anwesend, sicherlich erwartet er Wunder von seinem Team. 
Nein, das erwarte ich nicht. Hier ist alles kompliziert. 
Kein Geld für Futter, Nichts zu Essen für die Kinder, keine Schule, keine Bildung, kein Job, keine Zukunft.
Mutter und drei Kinder stürmen auf uns zu. Mutti beginnt zu weinen. 
Sie freut sich. Sie sieht uns mit erwartenden Augen an und denkt das ihr Vlad morgen wieder gesund ist und arbeiten kann. Er muss mit einer Karre Brennholz aus dem Walt holen. Das ist derzeit das einzige Einkommen dieser Familie. Brennholz lässt sich verkaufen...
Ich frage nach dem Ehemann, möchte Wissen ob seine Sense defekt ist. Was gäbe es sonst für einen Grund kein einzigen Halm Heu für den Winter zu haben, wollte ich wissen.
Mein Mann ist im Himmel und wacht über uns, lautet die Antwort.
Ich beiße mir auf die Lippen. Die Frau ist abgemagert und laut meines Tierarztes erst 32 Jahre jung. Sie sieht aus wie sechzig denke, oder noch älter. 
Drei Kinder sind dabei, dünn , schmutzig, zerissene Kleidung.
Alle sind blass, graublass im Gesicht.
Ich möchte mir den Pferdestall anschauen. Doch es gibt keinen Stall. Der vorgefundene Schuppen ist das Wohnhaus. 
Das ganze Programm wartet auf mich. Kein Wasser, kein WC, kein Strom.
Die große Tochter ist 12 Jahre jung. Ich blicke in ein abgemagertes und hageres Gesicht. Die jüngste Schwester ist vor einem Jahr gestorben.
Ich denke über unsere EU nach. Über die vielen Vorteile und über die vielen Nachteile. Es ist unerträglich für mich wenn Menschen verhungern oder , wie in diesem Fall, an einer Infektion sterben. 
Ich denke über die ungerechte Verteilung nach. Ich bin definitiv kein Grüner und kein Linker, habe meine Probleme mit der der grünlinken Ideologie. Aber hier in Ostrumänien, hier im ärmsten Teil der EU, hier wo Kinder verrecken und es niemanden interessiert, hier wünschte ich Sarah Waagenknecht wäre bei uns. 
In Rumänien hat die Regierung nicht viel übrig für die extreme unterste Armutsbevölkerung. Ignorieren und verleumnden ist der gültige Plan.
Diese Menschen hier sind selbstversorger. Sie besitzen einen Garten aber kein Saatgut. Ein paar Kartoffeln gingen dieses Jahr auf. Der Rest vertrocknete, ebenso wie diese Frau mit ihren Halbwaisen, vertrocknet denke ich.
Mein Kopf explodiert, meine Zahnräder rattern hin und her. Es muss ein Plan her, ein guter Plan. Etwas nachhaltiges mit Wirkung...
Ich speichere die GPS Koordinaten ab um diesen Standort wiederzufinden. Heute ist erst der Beginn denke ich mir.
Ich suche das Gespräch mit meinem Tierarzt und frage ihn was hier los ist.
Was soll ich dir sagen Markus? Du kennst das Spiel, Witwe ohne Stellenwert, drei kranke Kinder, krankes Pferd und der Winter steht vor der Tür. Und siehst du hier irgendwo Feuerholz für den Lehmofen, fragt mich der Tierarzt.
Ich schweige, ich denke und versuche meine Tränen zu unterdrücken.
Ich denke an den schrecklich Winter vor einigen Jahren. Viele Menschen erfroren. Ich musste Kindersärge besorgen. Ich denke daran das ich doch nur ein Hufschmied bin und mein Ausbildungsbetrieb mich damals auf so etwas hier nicht vorbereitete. 
Ich denke an all die Gespräche mit Politikern in Deutschland, verschiedene Ministerien und Brüssel. Alles vergebene Mühe und verlorene Zeit. 
Entweder wir helfen jetzt, hier und heute, oder es macht niemand.
Rumänien ist immer noch ein Entwicklungsland und Nordostrumänien ist die bitterärmste Region in der EU. Hier ist sie nun, meine zweite Heimat. 
"Eine Lungenentzündung" ruft der Tierarzt mit zu. Es ist eine Lungenentzündung, das bekommen wir hin. 
Ich rufe in unserer Tierklinik an und fordere einen Abtrasport. 
Vlad wird nun abgeholt, versorgt und wird vermutlich in drei bis vier Wochen zurück gebracht. Dann ist er gesund und kräftig. Keine zufrieden stellende Sache denke ich zu mir selbst. Wenn er zurück kommt der der selbe Mist von vorne los. Aber ohne Pferd hat diese Familie keine Chance hier draußen. 
Ich denke an das Unternehmertum, muss einen Deal aushandeln.
Einen Tag später laufe ich gemeinsam mit unserem Sozialarbeiter bei der Familie erneut auf.
Die Frau erkundigt sich nach ihrem Pferd. "Bestens angekommen und gut versorgt" antwortet mein Sozi.
Wir teilen der Frau mit das wir sie sprechen müssen. Sie bittet uns in ihre Hütte. Die pure Armut ist unerträglich. Sie besitzen nichts, absolut nicht.
Unvorstellbar und unglaublich denke ich. Wie haben die bisher überlebt frage ich mich.
Keine Krankversicherung und eine staatliche Sozialhilfe existiert für dieses Region nur auf dem Papier.
Der Sozialarbeiter startet seine Maschine, seine Denkmaschine. Er ist geschult. Der rumänische studierte Experte ist hier aufgewachsen. Er ist mein persönlicher Schlüssel zu einer echten Veränderung. 
Mit seiner Hilfe bekomme ich Zugang zu den Menschen.
Schnell wird uns offenbahrt das kein Kind die Schule besucht. 
Keine ordentliche Kleidung und keinen Cent für Schulmaterial. Ein Mathematikbuch ist unbezahlbar für die Witwe. Seit dem Tod ihres Mannes geht es nur noch bergab. Gelandet ist man hier draußen in den Ghettos.
Wild gebaute Hütten aus Lehm und Kuhdung. Das ganze natürlich auf dem Land der Regierung. Ist aber egal, niemand interessieren diese Kinderseelen. Wen juckt es da schon wenn selbst waschechte EU-Kinder sich illegal im eigenen Land aufhalten.
Ich gehe zu meinem Auto und öffne den Kofferraum. Ich komme mit einem großen schweren Karton zurück. Darin ist ein Gaskocher und ein Topf. 16 Konserven, Reis, Mehl und Öl. Außerdem habe ich Bananen, Tomaten und Kiwis mitgebracht. Diese letzteren drei Nahrungsquellen geben Kraft und Ausdauer. Die Augen der abgeschundenen Familie glänzen. Sie trauen sich nicht mir in die Augen zu schauen. Ich schäme mich dafür. Ich schäme mich für meinen eigenen Wohlstand und ich schäme mich für das grausame Systhem in unserer EU. Ich gehöre zu den Starken, zu den Machern. Bin Unternehmer und habe Mitarbeiter. Es ist purer Luxus diese kleine Hilfsorganisation im Ausland vertreten zu dürfen, denke ich.
In meinem Hirn kommen die Zahnräder zur Ruhe. Ich werde nun versuchen ein Geschäft mit dieser Witwe abzuschließen. Dazu sollte man wissen, dass die rumänische Landbevölkerung ein stozes Volk ist. Almosen sind selten gewünscht. Geschäfte sind dagen gern willkommen.
Aber zunächst nehme ich die Bananen und stecke diese in die Hände der Kinder.
Schmutzige Hände strecken sich mit entgegen. Ausgehungerte Mäuler und Augen starren mich an. Die Kinder essen und ich bin glücklich.
Ich beginne zu reden. Die Frau blickt weiter auf den Lehmboden der Behausung. Sie hat Angst vor mir. Mein Sozi beginnt zu übersetzen.
" Danke das Sie uns hier empfangen haben. Wir möchten dafür sorgen das es ihrem Pferd künftig besser geht. Daher möchten wir ihnen ein Geschäft vorschlagen. Sie produzieren sobald möglich Heu
mit ihrer Sense. Im Frühjahr bestellen Sie ein Stück Land, wir liefern Gerätschaften und Saatgut. Unser bestreben ist es Sie auf ihre eigenen Beine zu stellen. 
Ab sofort rutschen Sie mit ihren Kindern in unser Notprogramm. Sie erhalten Grundnahrungsmittel, Kleidung, Schulartikel und den Zugang zu einer medizinischen Versorgung. Ihr Teil ist es alles daran zu setzen das ihre Kinder die Schule besuchen und eine faire Chance für Leben erhalten. Zudem muss das Pferd besser versorgt werden. Unsere Tierärzte werden Vlad nun regelmäßig besuchen wenn er wieder hier ist. Außerdem wird mein Sozialarbeiter nun jede Woche hier vorbeischauen und auch mit den Lehrern sprechen."
Die Witwe ist natürlich überglücklich und hat nun eine Perspektive den Winter unbeschadet zu überstehen.
Auf uns wartet Arbeit ohne Ende. Wir müssen einen Stall für Vlad bauen und die Kinder in die Schule schaffen. Banalste Dinge werden zum Problem. ZB eine fehlende Waschgelegenheit....
Stall bauen, Heu herbei schaffen, Waschschüssel kaufen und einen Riesenkessel für heißes Wasser. Ein Plumsklo zimmern und die Füße ausmessen. Denn Schuhe müssen die Kinder nun tragen in der Schule.
Ich bin nun fast auf dem Rückweg nach Deutschland. 
Übermorgen geht es los. Die Fahrt mit dem Kleinlaster ist anstrengend. Ich fahre zwei Tage nur um Rumänien komplett zu durchqueren. Dann folgt Ungarn, Österreich und letztendlich dann noch 750 km durch Deutschland.
Jedes Mal habe ich so um die 8-9TKM auf der Uhr.
Es ist jetzt 6.00 Uhr Morgens hier in Ostrumänien. Ich essen jetzt 5 Tomaten, eine Banane und eine Kiwi. Das gibt mir Kraft. Heute werden wir unzählige Pferde entwurmen. Ein neuer Tag mit neuen Situationen und neuen Tränen. Tränen schmecken salzig, egal wo.
Zwei Wochen nach erscheinen meines Berichtes bin ich bereits wieder in Ostrumänien. 
Ich stelle dies nun bei Facebook ein um mich bei allen Menschen zu bedanken welche an meiner Schulter stehen.
In der Tierklinik werde ich Vlad gleich ein paar Möhren spendieren. 
Und dann fährt der Tross erneut los und taucht in die Ghettos der EU ein.
Danke an Alle welche helfen, Gruss aus Rumänien. MR

"FREIKAUFEN" ...mehr Schaden als Alles andere ?

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Gute Taten belohnt Niemand - Mitleid öffnet die Brieftasche!
- Artikel von Markus Raabe
Wer im Tierschutz, speziell AUSLANDSTIERSCHUTZ, tätig ist wird sich irgendwann eine Frage selber stellen müssen.

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Was bewirke ich durch die Heldentat des “Freikaufens wirklich ”?
Seit über 15 Jahren bin ich nun im Tierschutz tätig. Ich habe immer versucht nachhaltig und professionell zu handeln. Oft ist dies sehr schwer. Emotionen, Mitleid und auch der gewisse Druck der Massen, bzw der medialen Netzwerke (zB Facebook) versuchen einen ständig von der Vernunft wegzutreiben.
Ich muss jedoch vorab sagen das es sich bei uns um Hufschmiede und Tierärzte handelt. Wir sind also sachkundig im Bereich der Pferde. Es geht hier also NICHT UM HUNDE.
Helfe ich wirklich indem ich ein Tier “frei” kaufe?
Grundsätzlich ist es etwas wunderbares Courage zu beweisen und helfen zu wollen. Beim so genannten "freikaufen" entstehen allerdings zwei Probleme in Rumänien (oder anderes Land) und ein weiteres in Deutschland.
Problem Nr 1 in Rumänien:
Der Besitzer eines geschundenen Tieres erhält (aus Mitleid) viel Geld um die geschundene Kreatur "frei" zu geben. 
Was ist der Lerneffekt für den üblen Besitzer? Ich muss mein Pferd nur ordentlich schinden und dann kommen die reichen deutschen Tierschützer von alleine und belohnen mich!
(Und ja, wir deutschen Pferdefreikäufer sind eine bekannte Truppe dort, leider)
Problem Nr 2 in Rumänien:
Der ehemalige Pferdebesitzer hat nun gelernt wie man mit nachhaltiger Tierschinderei sein Geld verdient. Andere nette und liebevolle Pferdebesitzer werden nun vor ihrem Kopf gestoßen. Sie erhalten weder ein Lob, ein Dank noch eine Anerkennung für Pflege und Anstand.
Wer gut zu seinem Pferd ist wird ignoriert ..
..und wer sein Pferd quält wird mit deutschem Spendengeld überschüttet.
Nachhaltigkeit wird hiermit also verhindert, im Gegenteil-man hat sogar einen Teufelskreis geöffnet. Aber Spendengelder lassen sich nun mal (kurzweilig) am besten mit Mitleid eintreiben. Grausame Fotos und die passende Heldengeschichte und die Sache läuft…

Das Problem in Deutschland:
Das "gerettete" Pferd ist nun nach einem langen und sehr teuren Transport in Deutschland angekommen.
ZB über 3000 KM Strapazen für das Tier... 
Die Retter werden in Zeitungen und Rundfunk geadelt. 
Facebook überschlägt sich mit Applaus für die Helden.
Die Tierschützer dürfen sich nun einmal wie Rockstars fühlen.
Zudem kommt es zu erheblichen Geldspenden für diese Heldentaten. Und die Tierschützer wissen nun genau, dass sie alles richtig gemacht haben.
Viele Gruselbilder (egal von wem und woher) werden zu den Pauschalverurteilungen gepostet.
Satzinhalte wie "osteuropäisches Dreckspack" werden Standard.
Wer ein Feinbild liefert hat auch zugleich ein gutes Argument zum spenden geliefert.

In Deutschland kehrt nun aber auch die Realität ein. Das Pferd kostet jeden Monat Geld, Jahr für Jahr..
Steigende Heupreise, Hufschmied, Tierarzt und man benötigt Pflegepersonal.
Der Kostenapparat explodiert...und 5 Monate nach dem tollen Zeitungsbericht dieser "Rettungsaktion" 
benötigt man einen neuen "Rettungskandidaten", denn die Spenden sind versiegt und die ersten sieben Patenschaften wurden auch schon gekündigt.
Natürlich muss das neue Pferd nun aber auch wirklich geschunden aussehen.
Ein bisschen geschunden bringt auch nur ein bisschen Geld, leider.
Bereits die ersten Bilder müssen einschlagen wie eine Bombe.
Es gilt nun richtig viel Wirbel zu machen.

Da kommt dann eben wieder der "Altlieferant" ins Spiel, man hat ja jetzt in Osteuropa schon "Geschäftsbeziehungen". Er möchte zwar mittlerweile das Doppelte an Geld aber dafür wird eine wirkliche Katastrophe auf 4 Hufen geliefert und man muss auch nicht viele Wochen im Ausland verplempern weil einem nicht das richtige Material vor die Flinte rennt.
Was wird benötigt?
Eine so genannte "Todessehnsucht auf vier Beinen" und die Öffentlichkeit in Deutschland wird sich überschlagen. Es wird ein Ruck durch die Welt der Tierliebhaber gehen.
“…na da wurde aber mal etwas Gutes gemacht….., wahre Helden”

Und wenn nun bereits das fünfte Pferde nach Deutschland "gerettet" wurde steht auf einmal das örtliche Veterinäramt vor der Tür weil es angeblich Pferde aus Osteuropa auf diesem Gelände gäbe.
Der gesamte Bestand ist unverzüglich zu keulen (Zwangstötung wegen akuter Seuchengefahr) ....
Die guten deutschen Tierschützer erklären aber das sie eine Bescheinigung vom "rumänischen Amtstierarzt" und verschiedene Formulare hätten, alles sei doch in Ordnung!
Doch der deutsche Amtstierarzt erklärt, dass grundsätzlich keine Pferde von Rumänien ausgeführt werden dürfen. Die infektiöse Anämie trifft leider in ganz Rumänien auf und letztendlich seien alles zumindest latente Überträger. Die gefälschten Testergebnisse aus Rumänien helfen da auch nicht weiter, so der Amtstierarzt.
Der Tierschützer ist entsetzt und versteht immer noch nicht das er gegen 34 Gesetze verstoßen hat und die Seuche in die BRD importiert hat.
Vor Ort, in Rumänien, hat sich nichts verändert und Igor, der rumänische Pferdehändler für "Spezialpferde", wartet auf die nächsten Freikäufer.
Und so läuft das nun seit sehr vielen Jahren…mit steigenden Marktanteilen.
Das freigekaufte Geschöpft räumt den Platz für das nächste Tier usw usw.

Ich möchte hier nun wirklich keine schlechte Stimmung verbreiten und niemanden angreifen.
Ich halte das "Freikaufen" von Pferden für sehr bedenklich.
Auch die angepriesenen “Notverkäufe” in Deutschland sind zu 90% eine billige Händlermasche.
Beispiel:
Hektor, Haflinger 7 Jahre, muss bis Montag verkauft sein, sonst gehts zum Schlachter.
Hektor wird zum Schlachtpreis abgeben, nur 1300.00 Euro.
Der reale Schlachtpreis wäre allerdings nur ca 280.00 Euro. Im Fall von Hektor sogar nichts weil er nicht als Schlachpferd zugelassen ist.
Übrigens, für Schimmel gibt es gar nichts! (nicht verzehrtauglich)
Tierschützer und “Internet -Tierschützer” werden hier oft zu Handlangern der Pferdehändler, Züchtern, Bauern usw.
Prädikate wie: Schlachtung steht bevor oder Tötungsstation wartet bereits.. suggerieren ein Eilgebot und höchste Not. Eine Verkaufstaktik und nicht mehr.

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Aber dies ist nur unsere persönliche Meinung welche auf Erfahrungen beruft die wir Hufschmiede und Tierärzte seit vielen Jahren gemacht haben. Osteuropa ist exemplarisch für eine gewisse Tiermafia (sorry) .
Wer als Schlepper etwas verdienen möchte muss auch etwas Ware im Angebot haben.
Ohne Emotionen- Freikaufen ist unglaublich teuer und ineffizient.
Vor Ort verändert man nichts, gar nichts - das nächste Tier rutscht nun nach.
Wirtschaftlicher Umgang mit Spendengeldern sieht anders aus... 
Herzlichst, Markus Raabe und das gesamte Team Equiwent.

Auch Kinder können weinen.

Johanna – eine von 187 – aber einzigartig!

Hallo meine Lieben!
Wenn ich nun die tausende Kilometer im Auto sitze um unsere östlichste Station zu erreichen so muss ich an viele Dinge denken.
Eigentlich kann ich niemals den Erwartungen gerecht werden. Jeder einzelne Mitarbeiter in Ostrumänien möchte einen Mehrbedarf für seinen Bereich anmelden und die Bestellliste für die Medikamente ist 3 Meter lang. 
Wenn ich aus Rumänien in drei Wochen zurück bin, so werde ich mindesten 10-11.000 KM auf dem Tacho haben. Und jeder einzelne Kilometer vergeht wie im Flug. Immer zu denke ich. Ich mus denken denken und denken. Kann nicht abschalten. Wache Nachts auf, laufe durch die Sternennacht und denke. Ich brauche keinen Schlaf sondern nur Schokolade für mein Hirn.
Ich denke an die Zukunft unserer EU, das Zusammenleben und die Ungerechtigkeit in der EU. 
Arm Geboren- arm Gestorben. So einfach ist das.

Ich denke an die Pferde und an unsere Kinder an dem östlichsten Ende unserer EU. Wenn ich an so manche Kinderschicksale denke wird mir übel. Kleine Seelen haben manchmal schon so viel ertragen, dass es mir als Vater von zwei Kindern die Tränen in die Augen schießen lässt während ich diesen Text hier schreibe.
Heute möchte ich euch Johanna vorstellen. Johanna ist 14 Jahre jung , superlieb und die beste Schülerin ihrer Klasse. 

Sie saugt Informationen auf wie ein Schwamm. 
Direkt nach ihrer Geburt wurde sie von ihrer Familie verstoßen. 
Heute kann Johanna über ihre Gefühle reden und erlaubt uns auch dieses Foto. 
Ihr Hund Bobby ist ihr ein und alles.—————-
Eine Krankenschwester hatte Mitleid und adoptierte dieses Mädchen. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Leider verstarb die Pflegemama vor zwei Jahren. 
Wie schlimm muss es sein zwei Mal seine Mama zu verlieren?
12 Jahre war sie da und besaß nichts. Ihre Klassenlehrerin nahm sie auf und gab ihr ein Obdach. 

Equiwent kümmert sich nun seit zwei Jahren um Johanna
und sorgt für das Nötigste. 
Nach ihrem Abitur möchte sie Medizin studieren und Ärztin werden, toll oder? Wir werden ihr beistehen, versprochen.

Es ist schrecklich Kinder mit Zahlen zu betiteln. Dennoch muss ich mir jeden einzelnen Kilometer bewusst machen, dass fast 200 Kinderseelen auf mich zählen. Die pflebedürftigen Erwachsenen habe ich noch nicht mit einbezogen.

Wir ersticken in Sachspenden und habe selten genug Geld für eine Erbsensuppe um alle satt zu bekommen. Monatlich treffen unmengen Kuscheltiere und Spielzeug bei uns ein und wir haben kaum die Mittel für einen Zahnarzt, Antibiotikum oder eine Brille. Wir bräuchten so dringend Geld für unser Humanprojekt.

Ich bitte darum mir diese ehrlichen Worte zu verzeihen. 
Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken welche uns irgend wie unterstützen.
Vielleicht erhören mich aber andere und geben uns eine Chance und klicken zumindest mal unser Human-Programm an. 
Aber vermutlich hagelt es wieder böse Kommentare mit Spott und Hohn für unsere Kindergruppe.
Ich mache dennoch weiter, immer weiter…
Meine Kraft schöpfe ich aus meinem Glauben, meiner tollen Familie und den über 1300 Mitgliedern von Equiwent.
Danke das es euch gibt.

Es ist für mich manchmal unbegreiflich, dass ich problemlos Spenden für ein Pferd oder für einen Hund bekomme. Aber die ärmsten Kinder unserer EU finden kaum Zuspruch.
Menschen, welche durch uns ( von den Pferderettern) unterstützt werden sind völlig am Ende, tiefer geht es kaum. Ich kann mit Fug und Recht sagen das wir die ärmsten Menschen unserer EU in unserem Programm haben. Und wenn wir nicht schnell genug zur Stelle waren so müssen wir eben die Schaufel von der Ladefläche holen und buddeln.
Man, ich hätte doch niemals gedacht das ich als Hufschmied einmal Särge kaufen würde und die letzte Ehre erweise.

as für eine kranke Welt ist das nur, oder Freunde? 
Wo ist die Gerechtigkeit nur hingelaufen? Wann kommt sie zurück?

Ich würde mich sehr freuen wenn wir Spenden
für unsere Waisenkinder
 bekommen würden.
** Stichwort „Johanna und die anderen Kinder“
Herzlichst, ihr Markus Raabe
Hufschmied, ehrenamtlicher Leiter einen Hilfsorganisation und Vater

 

Wohin gehen wir?

Die Fragestellung in der Überschrift ist ja eigentlich schon der Hinweis
darauf, dass wir derzeit in einer Phase der Selbstbetrachtung sind.
Schon lange sind wir kein „normaler Tierschutzverein“ mehr.
Wir haben uns zu einer Hilfsorganisation entwickelt.
Die Entwicklungshilfe ist ebenso ein wichtige Bestandteil unseres
Programmes wie der Tierschutz.
Von Beginn an wollten wir nachhaltig agieren und verändern.
Schon bald wurde uns offenbar das wir nur gemeinsam ,
mit der ärmsten Bevölkerung unserer EU, etwas erreichen würden.

 Brunnenbau durch Equiwent in Osteuropa. Die Kinder verdienen Fairness

Brunnenbau durch Equiwent in Osteuropa.
Die Kinder verdienen Fairness

Natürlich ist man von seinen Taten überzeugt und glaubt fest an sich selbst.
Interessant wird es aber andere sachkundige Organisationen etwas über
uns erzählen.
Die Anfrage bei der Kirche in Rumänien für eine deutsche Körperschaft
(Finanzamt) brachte uns schon zum grübeln.
Was hatten wir mit der Kirche zu tun?
Woher soll die rumänische Kirche einen deutschen Hufschmied kennen oder die
Organisation welche er vertritt ?
Was hat die rumänische Kirche mit uns zu tun?
Die Kopie des offiziellen Antwortschreibens ließ unsere Münder offen stehen.

Nun die Übersetzung in die deutsche Sprache:

Bestätigung (Übersetzung)

Equiwent Hilfe: Mensch und Tier e.V., Heerdamm32,
33428 Harsewinkel Deutschland

ist hier legal vertreten durch die Person Markus Raabe.
Seine Aktivitäten können wir bereits seit 2008 in Nord-Ostrumänien bestätigen.

Die Punkte im Einzelnen:
aktive Entwicklungshilfe für die Menschen ,
besonders im Umgang mit ihren Tieren, speziell den Pferden

Veterinärmedizinische Unterstützung für die Arbeitspferde

spezielles Schulungsprogramm für den Hufbeschlag /
Hufbearbeitungen der hiesigen Hufschmiede

Fürsorge und Sachspenden für die ärmste Bevölkerung

Förderung für Wachstum & Entwicklungshilfe

Bau & Erschaffung von Unterkünften und Reparaturen
von defekten Unterkünften

Bau von Trinkwasserversorgungen in wasserlosen Gebieten.

Medizinische Hilfe , Ausrüstung, für behinderte Menschen.
Eine Chance bieten durch Bildungsprogramme für die Kinder

Wir bestätigen das es Fakt ist, dass Equiwent die oben aufgeführten
Tätigkeiten leistet

Unterschrift __________

Datum 30.03.2018
Kirchliche Diozöse Landkreis Iasi, Rumänien

  So sieht die kirchliche Stellungnahme   im Original aus.

So sieht die kirchliche Stellungnahme
im Original aus.

Vermutlich ist Equiwent die erste Tierschutz-Hilfsorganisation welche
von der Kirche so unterstützt wurde.
Heute ist Ostermontag 2018. Und ich zünde heute 2 Kerzen an.
Eine für meine liebsten Menschen und die Vereinsmitglieder.
Und eine weitere Kerze für die weltoffenen und vernünftigen Kräfte
in den Kirchen dieser Welt.
Herzlichst, M.Raabe und Team Equiwent.

2/2018. Viel Gegenwind…Gut oder Schlecht?

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Von Markus Raabe:
Als Tierschützer spreche ich aus tiefstem Herzen zu euch……

2008 besuchte ich zum ersten Mal Nordostrumänien, der ärmste Teil unserer EU. Als Hufschmied legte ich mein Augenmerk auf den schlechten Zustand der Arbeitspferde. Es waren so unglaubliche viele kleine, abgemagerte und ausgedörrte Arbeitspferde dort…
Ich gründete damals eine kleine Hilfsorganisation „Equiwent-Schmiede ohne Grenzen“.
In den ersten Jahren erntete ich Spott, viel Spott. Das ist lange her. Heute haben wir einen großen Zuspruch aus der gesamten Bevölkerungsbreite. Heute arbeiten (alleine nur in Ostrumänien) 4 Tierärzte , 2 Hufschmiede und ein Sozialarbeiter für EQUIWENT. Wir wachsen ständig und der Zuspruch ist ungemindert stark, täglich kommen neue Mitglieder hinzu.
Wir beschäftigen keine Werbeagentur, verschicken keine Kugelschreiber und keine Weihnachtskarten, verschicken keine Mails mit „gebettel“.. Dennoch erhielten wir viel Zuspruch, sehr viel. Heute betreiben wir 3 mobile Tierarztpraxen (alleine nur im Ghetto Nordostrumänien) im Einsatz, zwei mobile Hufschmiede, einen mobilen Sozialarbeiter und eine richtige stationäre Tierklinik. In Deutschland haben wir ein ähnliches Programm um zu helfen, hier in der BRD unterstützen wir zB Vet-Ämter usw…

Zurück nach Osteuropa:..
Das wichtigste und größte Ereignis ist die Veränderung in den Köpfen. Unsere jahrelangen Schulungen zeigen Einfluss. Die Arbeitspferde sehen heute viel besser aus als noch 5 Jahren.

Viele Hunde haben wir , nur durch Aufklärung, von den Ketten abbekommen..
Echter Tierschutz beginnt in den Köpfen der Menschen. Mit Diskriminierung eines Volkes erreicht man nichts, garnichts.
In der Mitte auf diesem Bild sehen sie Catalin, er ist 26 Jahre jung und liebt Pferde. Er beginnt nun seine Ausbildung zum Hufschmied bei Equiwent. Als rumänischer Mitbürger hat er natürlich einen besseren Zugang zu den Pferdehaltern als wir.
Er wird künftig sein erworbenes Wissen weiter tragen und somit Einfluss nehmen. Die fachgerechte Hufbearbeitung ist nur ein Nebenprodukt seiner eigentlichen Aufgabe. Er wird sich künftig für alle Tiere auf jeder kleinen Farm einsetzen. Er ist unglaublich sanft im Umgang mit dem ihm anvertrauten Pferden. Er ist das absolute positive Beispiel eines lieben , sensiblen Mannes in einem rauen Land. Rumänien wird stets viel schlechter und grausamer dargestellt als es ist.
Offenbar profitiert „man“ davon… Das Verhältnis zwischen lieben und nicht netten Menschen ist das selbe wie in Deutschland, Alaska oder Schweden. Denn es sind stets wir Menschen welche unsere Umwelt prägen, nicht umgekehrt.

Meine gesamte Familie, meine liebsten Menschen und ich selbst haben viele Narben davon getragen. Sie sitzen tief. Tierschutz ist nicht einfach. Die vergangenen 10 Jahre waren nicht einfach. Meine wundervollen Kinder kannten ihren Vater mehr von den Fotos aus Osteuropa anstatt aus einem gemeinsamen Urlaub. Ihre Mutter leistete unvorstellbares in den vergangenen 10 Jahren, Management 24 Stunden am Tag. Unser ehrenamtlicher Einsatz kostete uns viel, wirklich sehr viel.
Meine Familie, Tiffany Hild und ich bauten eine Hilfsorganisation auf welche heute international bekannt ist und tiefe Spuren hinterlässt. Viele Menschen haben uns dabei geholfen. Aber einige kehrten uns auch den Rücken.
Auch noch heute werden wir täglich angefeindet. Erst gestern mussten wir die Kommentarfunktion bei YOUTUBE deaktivieren. Ich werde dort von Links -und Rechtsradikalen angegriffen und bedroht. Von der „Linken Szene“ noch stärker.
Wenn ich Kinder in Rumänien aus einer grausamen Situation befreie und ihnen Obdach, Nahrung, Medizin, Fürsorge und eine Schulbildung ermöglichen kann so werde ich dafür beschimpft, beleidigt und bedroht. Ja meine Freunde, Tierschutz kann sehr militant sein und eine hässliche Fratze tragen.
Ich hatte mich 2017 stark für eine jüdische Familie eingesetzt welche in den Wirren des letzten Krieges auseinandergerissen wurden. Die „rechte Szene“ lies mich schon schnell ihre Meinung spüren.
Aber ich äußerte mich auch deutlich und medial über die
Flüchtlingkriese und gegen die Masseneinwanderung ohne ein Konzept und ohne die Erfassung der ankommenden Personen. Die BRD kann nicht alles aufnehmen und auch nicht alles integrieren, wir müssen Gewalttaten in Deutschland ansprechen dürfen ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden.
Und niemand kann uns zwingen die andere Backe gerne hin zu halten.“VorOrt“ helfen- so schrieb ich damals in meiner eigenen Zeitschrift und geriet auf den Schirm der militanten Linken.
Ich möchte darüber 2018 noch einmal ausführlich berichten.

Da wir weder Hunde noch sonst irgend etwas nach Deutschland
(vermitteln) transportieren werden wir von vielen sogenannten „Tierschützern“ angegriffen.
„Kastrieren ist das Gegenteil von Tierschutz“ schrieb eine Tiervermittlerin öffentlich auf unsere Seite.

Aktuell war jetzt eine deutsche Tierärztin (Frau Dr. Julia Schöwerling) mit uns in Rumänien. Sie begutachtete unser Kastrationsprogramm für die Hunde.
Sie sagte wörtlich: „diese täglichen Anfeindungen gegen euch sind unglaublich, wenn ich nicht selbst dabei wäre würde ich es nicht glauben.. aber ich lese es nun schwarz auf weis“

Ja, meine lieben Freunde, daher geht mein Dank und mein Respekt an alle lieben Menschen welche uns unterstützen oder sich anderweitig gemeinnützig in die Gesellschaft einbringen,
egal wie und wo- Hauptsache man hilft!!
Auch Gegenwind ist Bewegung und wer wirklich etwas verändert der polarisiert auch. Equiwent wird niemals eine Organisation sein welche von allen geliebt wird. Wir legen den Finger oft tief in die Wunde und suchen die Ursache. Besonders im Tierschutz tut man sich mit der Ursache manches Mal schwer.
Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes wiegt wohl sehr schwer……..Oh Weh, oh weh wenn es keine „Tierschutzfälle“ mehr geben würde…… dann werde ich Arbeitslos. Dies sind natürlich jetzt extreme Aussagen welche auf 80% der Tierschützer sicherlich nicht zutreffen. Aber auf 20% eben doch.
Ja, Tierschutz ist ein Geschäft und wir, die darin arbeite, müssen uns täglich vor unserem Spiegel selbst prüfen. Wir müssen uns unangenehme Fragen gefallen lassen und wir müssen auch ehrlich feststellen, dass „20 Jahre intensive Hundevermittlung aus Rumänien“ das Problem nicht ansatzweise gemindert hat.
Wenn wir Tierschützer nicht endlich den Hebel umlegen so wird das Wort „Tierschützer“ immer mehr ins Abseits gedrängt.

Auch 2018 werden wir wieder den ärmsten Kreaturen helfen und uns auch für die bedürftigen Kinder in unserer EU einsetzen. Wir werden in Deutschland und Osteuropa tätig sein. Ob Pferde, Hunde oder andere Tiere, wir helfen nachhaltig.
Und auch 2018 können linke Fanatiker, rechte Extremisten und militante Tierschutzvermarkter uns den Buckel runter rutschen.
Wir lassen uns nicht einschüchtern. Schon gar nicht stoppen wir unser großes Kastrationsprogramm für die Hunde in Rumänien.
Wir fangen gerade erst an….
Herzlichst, ihr Markus Raabe
und das gesamte Team Equiwent.

Warum helfen Hufeisen aus Deutschland in Rumänien?

Es ist für sachkundige Fachkräfte oftmals schwer gewisse Situationen oder Tatsachen so zu beschreiben, dass ein Laie alles genau versteht.

Wenn ich zB einem Laien erkläre das ich viel Desinfektionsmittel benötige bevor ich eine Hündin kastriere so versteht das eigentlich jeder. Wenn ich aber einem Laien erkläre das ich  ein rumänisches Arbeitspferd mindestens 5 mal in Jahr an den Hufen bearbeiten muss so verstehen das einige nicht. Und wenn ich dann auch noch etwas von Hufeisen erzähle so verstehen das noch weniger Menschen. Oft
kommen dann noch so dumme Vergleiche wie „früher, in der Natur hatten Pferde doch auch keine Hufeisen“

Ja, aber da wurden sie auch nicht vor einem Karren gespannt und täglich 14 Stunden über Schotterpisten geprügelt. Und wenn Pferde dennoch lahm waren so kamen die Wölfe, ganz einfach war es damals vor 25.000 Jahren! 

   rumänische Arbeitspferde laufen täglich bis zu 100km über Schotter, Asphalt oder Feldwege.       ohne Hufschutz (Hufeisen) läuft bereits am ersten Tag das Blut aus den Füßen und ein qualvoller     Todeskampf beginnt. Hufeisen sind unerlässlich in Rumänien. Punkt.

rumänische Arbeitspferde laufen täglich bis zu 100km über Schotter, Asphalt oder Feldwege.   ohne Hufschutz (Hufeisen) läuft bereits am ersten Tag das Blut aus den Füßen und ein qualvoller Todeskampf beginnt. Hufeisen sind unerlässlich in Rumänien. Punkt.

Die Pferdehalter in Ostrumänien wissen natürlich genau wie wichtig es ist die Hufe vor dem hohen Verschleiß zu schützen. Also
unternehmen sie alles um einen Hufschutz anzubringen. Leider werden hierbei oft die Pferde verstümmelt.
Wir haben schon Gummi von alten Autoreiten, Baustahlmatten, Holzbretter und einfache Eisenstücke unter den Hufen entdeckt. Oft wurde dies von unsachkundigen Besitzern mit einfachen Nägeln unter die Hufe geschlagen.
An dieser Stelle möchte ich erwähnen das die Huflederhäute (ähnlich Nagelbett des Menschen)  empfindlicher und schmerzaktiver sind als die Geschlechtsorgane. Einem Pferd kann also nichts mehr weh tun als seine Füße. 
In Rumänien haben wir schon „Vernagelungen“ (Vernagelung = Nagel fälschlicher Weise in den lebenden, empfindlichen Bereich eingeschlagen) beobachtet welche innerhalb von 12 Std zu einem  qualvollen Tot führten. 

Was ist also das größte Problem in Ostrumänien?
Unsere örtlichen Ärzte Dr.Ursache und Dr.Alexander erzählen uns schon seit Jahren das die „selbst gebastelten Hufbeschläge“ eines der größten Probleme überhaupt ist.  Die selbst gebauten rumänischen Hufeisen haben solche langen und scharfe Stollen das die Pferde sich damit selbst und andere Tiere verletzen. Viele Pferde verrecken an einer Wundinfektion weil sie sich mit ihren scharfkantigen Eisen den Bauch aufschlitzen beim ablegen und aufstehen. 

   ein rumänischer „Hufschmied“ hat seine Folterinstrumente angebracht. Sie schmerzen bei jeden Schritt und sind     auch gefährlich , ins besonders bei Tritten. 

ein rumänischer „Hufschmied“ hat seine Folterinstrumente angebracht.
Sie schmerzen bei jeden Schritt und sind
 auch gefährlich , ins besonders bei Tritten. 

 Dr.Ursache behandelt ein Pferd welches von einem anderen Pferd getreten wurde. Was für einen Schaden die rumänischen Hufeisen anrichten können sehen sie auf dem  folgenden Bild.

Dr.Ursache behandelt ein Pferd welches von einem anderen Pferd getreten wurde.
Was für einen Schaden die rumänischen Hufeisen anrichten können sehen sie auf dem
folgenden Bild.

  Wie ein Speer ist der Stollen des Hufeisens in das Knie dieser Stute eingedrungen   Wer also den Bedarf an ausgebildeten Hufschmieden nicht erkennen kann oder will   sollte auch nicht Mitglied bei Equiwent sein.

Wie ein Speer ist der Stollen des Hufeisens in das Knie dieser Stute eingedrungen Wer also den Bedarf an ausgebildeten Hufschmieden nicht erkennen kann oder will sollte auch nicht Mitglied bei Equiwent sein.

Was ist unser Lösungsansatz?

Natürlich können wir nicht alle 250 000 Arbeitspferde in Ostrumänien beschlagen!
Daher haben wir ein zweigleisiges Konzept entwickelt. 
1.) 
stetige Schulungen der rumänischen Hufbearbeiter und der Besitzer.
stetige Lieferungen von Werkzeug und Material (deutsche Hufnägel und Hufeisen)

2.)
Zudem arbeiten wir seit 2009 mit einem BELOHNUNGSSYSTEM .
Um dieses Belohnungssystem in Ostrumänien umzusetzen haben wir gute und qualifizierte Hufschmiede angestellt.
Die Pferdebesitzer müssen sich immer wieder erneut auf diese Hilfsleistung bewerben. 
Sie müssen ihr Pferd in einen einigermaßen genährten Zustand vorzeigen. Es dürfen keine Wunden oder Verletzungen vorhanden sein.
Es muss ein ausreichender Vorrat an Futtermittel nachgewiesen werden. 
Erst dann können unsere Tierärzte zum Wohle des Besitzers (eigentlich zum Wohle des Pferdes) entscheiden und unsere Hufschmiede
mit der Umsetzung der fälligen Hufkorrektur und des Hufbeschlages beauftragen. Dieser fachgerechte , westeuropäische, Hufbeschlag ist unbezahlbar für einen rumänischen Bauern. Er ist also sehr bemüht unsere Auflagen zu erfüllen um sich diese Hufbeschläge zu verdienen.
So konnten wir, in den vergangenen Jahren, ganze Regionen beeinflussen. 
Ich selbst fahre ca 8 mal pro Jahr nach Rumänien und beliefere unsere Stationen mit dem kostbaren „Belohnungshufeisen“und arbeite dort mit. Die fachgerechte orthopädische Versorgung und der Hufbeschlag der Arbeitspferde ist also der wichtigste und teuerste Bestandteil unserer gesamten Hilfsorganisation. Ohne die Hufeisen hätten wir bisher nichts, absolut gar nichts, erreicht. 

   die rumänischen Bauer sind oftmals bettelarm,     sie erfüllen jede Auflage um weitere Hilfsleistungen     zu bekommen.     Lebensmittel, Medikamente und Kleidung gibt es nur wenn alle Kinder     zur Schule dürfen und auch tatsächlich gehen.

die rumänischen Bauer sind oftmals bettelarm, sie erfüllen jede Auflage um weitere Hilfsleistungen zu bekommen. Lebensmittel, Medikamente und Kleidung gibt es nur wenn alle Kinder zur Schule dürfen und auch tatsächlich gehen.

   Jannis Raabe produziert jährlich abertausende Hufeisen für Rumänien. Teilweise in Deutschland, teilweise in Rumänien.     Eine monotone und nervige Arbeit welche sicherlich keinen Spass macht. Er setzt sich     in seiner Freizeit sehr für das Hilfsprojekt ein. Danke mein Sohn!

Jannis Raabe produziert jährlich abertausende Hufeisen für Rumänien.
Teilweise in Deutschland, teilweise in Rumänien.
Eine monotone und nervige Arbeit welche sicherlich keinen Spass macht. Er setzt sich in seiner Freizeit sehr für das Hilfsprojekt ein.
Danke mein Sohn!

Die Kosten für dieses Belohnungsprojekt  sind hoch. Pro Pferd sind alleine 30,00 Euro an Materialkosten zu rechnen.
Bei nur 4 Beschlägen im Jahr sind das schon 120,00 Euro pro Jahr. Bei 1000 Pferde also 120.000,00 Euro!
Bei 5000 Pferden somit 600.000,00 Euro. 
Wir freuen uns sehr darüber wenn tierliebe Menschen  Geld mit dem Verwendungszweck
„schmerzfreies Laufen“  oder „für Hufeisen“ spenden. 

  Ein verletzter Huf. Bitte helfen sie uns diese Misstände abzustellen

Ein verletzter Huf. Bitte helfen sie uns diese Misstände abzustellen

  Der Equiwent-Hufschmied beschlägt fachgerecht ein Pferd. Der Besitzer   hatte alle Auflagen erfüllt und das Tier ist gut genährt! Toll oder?    Wir haben abertausende Pferdeleben nachhaltig verbessert! 

Der Equiwent-Hufschmied beschlägt fachgerecht ein Pferd.
Der Besitzer
hatte alle Auflagen erfüllt und das Tier ist gut genährt! Toll oder?
Wir haben abertausende Pferdeleben nachhaltig verbessert! 

Wie immer, danke ich allen Menschen welche uns helfen und unterstützen!

Herzlichst, ihr Markus Raabe und das gesamte Team EQUIWENT.

Equiwent in Nepal 04/2016

Liebe Freunde,
zunächst werden sie sich fragen was denn nun das Team Equiwent in Nepal macht?
Nepal gehört doch gar nicht zur EU und Equiwent ist doch nur in der EU tätig, oder?

Tja, wenn die Bundesregierung Afghanistan zu einem „sicheren Land“ erklären kann,
so können wir Nepal zum Mitglied der EU benennen.

War gar nicht schwer, wir haben eine Vorstandssitzung abgehalten und
einstimmig Nepal zur EU erklärt. Somit waren die Formalitäten erledigt.

Es war der Hilferuf einer deutschen Hilfsorganisation für Kinder.
Diese Organisation ist schon lange in Nepal tätig und kümmert sich dort
unglaublich gut um Waisenkinder.
Gerne können sie sich unter
www.happy-children.de einen Eindruck verschaffen.
Eigentlich werden wir stets als die „Pferdehilfe- Rumänien“ bezeichnet,
doch das ist falsch.
Wir helfen in vielen Ländern, vor allem in Deutschland.
Natürlich werden wir uns selbst jetzt nicht  die „Pferdehilfe- Tibet“
oder „Tierhilfe- Nepal“ nennen, das wäre albern. 

Jedoch werden wir langfristig unseren neuen Freunden in Nepal
zur Seite stehen. Dauerhaft Medikamente liefern, Werkzeuge liefern
und vor allem die AUSBILDUNG liefern.
Hiermit meine ich natürlich ausdrücklich die Bildung im Bereich der
Hufversorgung. 

   Nepal, das Land ist bitterarm und kriesengeschüttelt.     Die schrecklichen Erdbeben, wirtschaftliche Sanktionen, Rationierung     der Energie wie zB Strom und Benzin und die politisches Instabilität machen      es der Bevölkerung sehr schwer. Die Leidtragenden sind immer die Schwächsten,     also die Kinder und die Tiere.

Nepal, das Land ist bitterarm und kriesengeschüttelt.
Die schrecklichen Erdbeben, wirtschaftliche Sanktionen, Rationierung
der Energie wie zB Strom und Benzin und die politisches Instabilität machen
es der Bevölkerung sehr schwer.
Die Leidtragenden sind immer die Schwächsten,

also die Kinder und die Tiere.

   Team Equiwent in den Strassen von Kathmandu unterwegs.

Team Equiwent in den Strassen von Kathmandu unterwegs.

   Tiffany Hild erklärt den Nepalesen die fachgerechte Hufbearbeitung.

Tiffany Hild erklärt den Nepalesen die fachgerechte Hufbearbeitung.

Natürlich werden die meisten von ihnen nun die Stirn runzeln und
sich denken ob Equiwent nichts besseres zu tun hat als nach Nepal zu fliegen.
Eigentlich schon könnte ich Antworten aber wenn die Leiterin eines örtlichen
Kinderhilfswerkes sich um internationale Hilfe für die Tiere bemüht,
dann sollte man schon einmal seine Denkgrütze anwerfen, oder?  

Stellen sie sich das doch einmal aus der Sicht der Kinder vor.
Ein Kind fragt im Heim einen Lehrer: „Du Onkel,
werden wir unbeschadet aufwachsen können“?
Antwort: „Aber natürlich du kleiner Spatz“!
Kind stellt zweite Frage: „Aber wenn man doch
nicht einmal den Tieren helfen kann schmerzfrei auf den Füßen zu stehen,
wenn man auf diesen Globus niemanden findet der sich bereit erklärt
unsere Ponys und Esel zu versorgen, wenn niemand bereit ist einen Hufpfleger,
hier vor Ort, auszubilden obwohl ein deutsches Kinderhilfswerk sich
in Deutschland um Unterstützung bemüht?! –
warum sollte man sich dann um uns Gedanken machen“?
   SCHACHMATT!

   Es war der erste Auslandseinsatz für Jannis Raabe.     Ob ich stolz auf meinen Sohn bin? Und ob! Jannis erzählte mir später das     es einfach nur nette und freundliche Menschen in Nepal sind. Sie sind sehr bemüht     aktiv zu helfen. Der Mann, in der Mitte, mit dem blauen Hemd     ist übrigens der Pferdepfleger welcher im Waisenheim arbeitet. Er soll im     Sommer 2016 zu uns reisen um noch einmal intensiv mit uns zu arbeiten. 

Es war der erste Auslandseinsatz für Jannis Raabe.
Ob ich stolz auf meinen Sohn bin? Und ob! Jannis erzählte mir später das
es einfach nur nette und freundliche Menschen in Nepal sind.
Sie sind sehr bemüht
aktiv zu helfen.
Der Mann, in der Mitte, mit dem blauen Hemd

ist übrigens der Pferdepfleger welcher im Waisenheim arbeitet.
Er soll im
Sommer 2016 zu uns reisen um noch einmal intensiv
mit uns zu arbeiten. 

An dieser Stelle müsste ich auch einmal die Strapazen erwähnen welche Jannis
und Tiffany
auf sich genommen hatten.
Alleine schon der Impfmarathon war schrecklich, Ein Flug von insgesamt

über 22 Stunden und dann die Reise in ein unsicheres Drittland.
Jannis und Tiffany wollten unbedingt dort helfen,

sie wurden nicht dazu aufgefordert.

   Flughafen Düsseldorf. Jannis und Tiffany     saßen wirklich in diesem Flieger. Auch zu Hause sind wir     tausend Tode gestorben in Angst um Jannis und Tiffany.

Flughafen Düsseldorf. Jannis und Tiffany
saßen wirklich in diesem Flieger. Auch zu Hause sind wir
tausend Tode gestorben in Angst um Jannis und Tiffany.

Doch unsere Angst war unbegründet.
Das wunderbare Waisenheim hatte unsere Schützlinge liebevoll

aufgenommen und allerbestens versorgt.
Das Personal des Kinderhortes war es welches
unser Team
durch das Land kutschierte und zu den nötigsten „Fellen“ brachte.

Noch heute schwärmen Jannis und Tiffany von diesem
wunderbaren Ort des Friedens für die Kinder. Ein tolles Heim! 

Da wir das Projekt „NEPAL“ nicht alleine finanziell stemmen können
sind wir auf Spenden angewiesen. 

Insbesondere die Versorgung mit Medikamenten
(zB Wurmkuren, Antibiotikum usw) ist sehr teuer da
das Porto eskalös ist.
Gerne würden wir Spenden mit dem Stichwort NEPAL verzeichnen.

Gerne können sie auch Daueraufträge hierzu einrichten,
natürlich werden sie dann in unsere öffentliche Liste mit allen
Fördermitgliedern aufgenommen.
Einen Antrag finden sie hierzu unter FÖRDERER/PATEN auf

dieser Homepage.
Einfach ausdrucken und „Nepal“ mit dem Kugelschreiber darauf schreiben,

wir können das dann zu ordnen.
Ohne zusätzliche Hilfe hat dieses Projekt keine Zukunft.
Unsere Ressourcen sind für Deutschland und

Rumänien bereits völlig am Limit. 

   Jannis Raabe. Es wurden Ponys, Esel, Ziegen und Kühe     vom Team Equiwent in Nepal behandelt.

Jannis Raabe. Es wurden Ponys, Esel, Ziegen und Kühe
vom Team Equiwent in Nepal behandelt.

   Hufe in Nepal, jeder Schritt eine Qual.      Es war nötig dort zu helfen. Ich kann einfach nur betonen das sich die Reise gelohnt hat.     Denn unser Bildungsangebot wurde förmlich aufgesogen.

Hufe in Nepal, jeder Schritt eine Qual. 
Es war nötig dort zu helfen. Ich kann einfach nur betonen das sich die Reise gelohnt hat.
Denn unser Bildungsangebot wurde förmlich aufgesogen.

   selbst die Kinder notierten was wir erzählten!

selbst die Kinder notierten was wir erzählten!

   das Team „Equiwent-Schmiede ohne Grenzen“ in Nepal.      Die Kinder waren immer dabei und wollten alles ganz genau wissen.     „Einfach nur tolle Menschen dort“ sagte mein Sohn zu mir.

das Team „Equiwent-Schmiede ohne Grenzen“ in Nepal. 
Die Kinder waren immer dabei und wollten alles ganz genau wissen.
„Einfach nur tolle Menschen dort“ sagte mein Sohn zu mir.

 Tiffany erklär die spezielle Barhufpflege für Esel.

Tiffany erklär die spezielle Barhufpflege für Esel.

 Tiffany und Jannis zurück am Flughafen Düsseldorf nach einer anstregenden Reise.

Tiffany und Jannis zurück am Flughafen Düsseldorf
nach einer anstregenden Reise.

Liebe Tierfreunde,
bitte helfen sie uns dieses zarte Pflänzchen der Hoffnung und Hilfe zu Versorgen. Bitte unterstützen
sie uns mit einer Spende.

Herzlichst, ihr Markus Raabe und das gesamte Team Equiwent.

Gestatten, mein Name ist Dan.

Eine kleine Geschichte, geschrieben von Markus Raabe für einen tapferen Jungen welcher als Waise aufwächst.
Ich konnte auch nur alle Fakten zusammen tragen und es zu einer kleinen Geschichte machen, es muss nicht alles 100% stimmen.
Ich freue mich darauf im März die Bilder seiner ersten, neuen Schuhe hier noch beizufügen.

Dan ist eines von unzähligen Einzelschicksalen aus der Equiwent-Adoptionsgruppe.
Danke an allen helfenden Menschen da draußen, jeder Cent war gut investiert!     euer Markus

Ich heiße Dan und wurde 2006 in geboren. Meine Eltern waren arm, bettelarm. Wir lebten in einer kleinen Hütte. Es ist kein Wochenend- oder Ferienhaus. Nein, es ist eine Hütte aus Lehm und Stroh gebaut, ohne Strom, ohne Wasser. Die Strassen kennen keinen Belag und die Menschen in dieser Region wissen nicht was Asphalt ist.

 Sie hat nur einen Raum in dem wir leben. Aber im Winter können wir mit einem traditionellen Lehmofen heizen, wenn wir Holz haben. 
Meine Eltern können nicht lesen und schreiben. Meine Mutter ist noch ganz jung, eigentlich selbst noch ein Kind. Die Verheiratung mit meinem Vater war sicherlich kein Akt der Liebe. Er war damals  22 Jahre alt , meine Mama 15. Die Eltern meiner Mutter waren froh nun nicht mehr für ihre älteste Tocher sorgen zu müssen. Kurz vor dem 16 Geburtstag meiner Mama kam ich dann zur Welt. Ich war der stolz meiner Eltern, ihr erster Sohn. Ich sollte ein Einzelkind bleiben. Als ich ein Jahr alt war kam mein Heimatland, Rumänien, in die EU. Was das bedeutete wusste eigentlich niemand aber alle feierten das gewaltig. Nun sollte alles besser werden aber es wurde nie besser, bis heute.

   Das bin ich! Es ist gerade der 25.Dezember 2015 und ich bin     bei einem Tierarzt. Er heißt Petre und arbeitet bei einer deutschen     Organisation welche sich um Pferde kümmert.

Das bin ich! Es ist gerade der 25.Dezember 2015 und ich bin
bei einem Tierarzt. Er heißt Petre und arbeitet bei einer deutschen
Organisation welche sich um Pferde kümmert.

2009,als ich 3 Jahre alt war passierte ein Unglück. Mein Papa war im Wald unterwegs um Brennholz zu sammeln. Er hatte sich mit der Axt tief ins Bein geschlagen und viel Blut verloren. Zwei Tage lang lag er bei uns im Haus bevor er die Augen schloss. Mama schaffte es nicht einen Arzt zu organisieren bzw das lebenswichtige Antibiotikum zu besorgen. Nun waren wir schon 2 Jahre ein Vollmitglied in der EU und Medizin gab es nur für reiche Menschen, bis heute!!! .  Ich kann mich an Papa nicht mehr erinnern.

Mama musste nun alleine für mich sorgen. Das war nicht einfach für eine junge Witwe. Witwen haben in unserer archaischen osteuropäischen Struktur keinen guten Stellenwert. Mama war Freiwild und musste vermutlich schlimme Dinge erleben um an Brot oder Gemüse zu kommen. Ich kann das heute nur erahnen. Ein ungarisches Sprichwort sagt: Wenn du böse bist im Leben- so wirst du als Pferd oder als Witwe in Ostrumänien wiedergeboren“  Das soll wohl bedeuten , dass es den Pferden und Frauen nicht prächtig geht in Ostrumänen.

2011. Ich bin nun 5 Jahre und begreife langsam das Leben. Opa ist letztens gestorben und Oma und Mama sind nun alleine. Durch Opas Verlust wird es nun so langsam immer schwieriger zu überleben. Ein Arbeitsvermittler sollte alles zu besseren verändern.
Ein Mann kam mit einem kleinen Bus ,im August 2011, in unser kleines Dorf und unterbreitete gute Arbeitsangebote speziell für junge Frauen.
Es waren Jobs im Ausland. Tolle Namen wie Deutschland und Italien lockten die jungen Frauen aus ihren Häusern. Aber der Mann konnte nicht alle mitnehmen für die tollen, gut bezahlten, Jobs in den Restaurants. Nein sie mussten wohl irgend welche Kriterien erfüllen.  Meine Mama war wohl perfekt geeignet. Ich kann mich noch an den Abtransport erinnern, ich lief noch über einen Kilometer den Bus nach und winkte meiner Mama zu, Mama winkte zurück. Ich habe sie niemals wieder gesehen.

Oma war oft traurig und mit der Situation überfordert. Überlastet und voller Schuldgefühle versuchte sie bestens für mich zu sorgen. 
2012 fuhr ein komischer Tierarzt durch unser Dorf. Er war nett, verteilte immer Süßigkeiten an uns Kinder. Er war wohl der einzige Tierarzt in unserer Region. Das besondere an diesem Mann war, dass er kein Geld nahm für seine Leistung und Medizin nahm. Aber man musste irgend welche komischen Sachen machen um seine Hilfe zu bekommen. Unsere Kuh Ludmilla war sehr krank. Oma hatte viel Angst sie zu verlieren. Es wäre eine , kaum zu verkraftende, Katastrophe  gewesen. Ludmilla sicherte unser Überleben. Der Tierarzt untersuchte Ludmilla und teilt Oma mit,  dass die Kuh sterben würde. Nur ein spezielles Antibiotikum könnte helfen. Aber das dürfe er nicht verabreichen. Oma fragte nach dem Grund. Der Arzt sagte, er würde für eine Tierschutzorganisation arbeiten- mit sehr strengen Regeln!  Was denn für Regeln? wollte Oma wissen. „Die Kinder der Familien müssen zu Schule gehen und der Wachhund darf nicht an einer Kette leben“. 
Es war der Tag an dem ich eingeschult wurde, Jakko seine Kette verlor und Ludmilla wieder gesund wurde.

Heute bin ich schon 10 Jahre alt und muss dem Tierarzt immer etwas vorlesen, er kann es wohl nicht selber aber das ist ja keine schande, ich helfe ihm gerne. 
Mit den älteren Kindern übt er English. Sie haben englische Hörspiele auf einem Kasettenrecorder und müssen gemeinsam mit dem Tierarzt die englische Sprache lernen.

Im kommenden März, also in zwei Wochen, kommt der Markus aus Deutschland und bring unserem Tierarzt neue Medikamente. Der Arzt und der Fremde werden dann mit mir in Stadt fahren um Schuhe und eine richtige, passende Hose, nur für mich, zu kaufen. Es wird das erste mal sein das ich neue Sachen bekomme. Natürlich waren die gebrauchten Sachen auch immer gut. Aber weil ich in der Schule sehr gut bin bekomme ich extra etwas, vielleicht auch Schokolade!

  Dan, ein toller Junge!

Dan, ein toller Junge!

Ergänzung am 6.04.2016

Ich war bereits drei Mal in Rumänien nur in 2016.
Letztes Mal konnten wir Dan ein Laptop spendieren.
Neben der neuen Kleidung vermutlich sein bestes Geschenk überhaupt,
zumindest an Sachgütern

IMG_8482.jpg

Dan mit seinem neuen Computer im März 2016.
Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen um der Jugend eine faire Chance zu bieten.
Die Zukunft ist ohne Computerkenntnisse hoffnungslos.
PS :Solche Geräte können über Solarmodule geladen werden.

Danke an alle Unterstützer!

Herzlichst, Raabe und Dr.Ursache

Dez.2015. Was läuft eigentlich in unserem Land?

Ich weiß noch genau wie viele prominente Menschen ich angeschrieben hatte.
Es ging um tote Kinder und krepierende Pferde, es ging um das nackte Elend in unserer EU.
Wir suchten nach Hilfe für hungernde Kinder. Wir bekamen sie nicht.

2013 musste ich, zum ersten Mal in meinem Leben, Kindersärge kaufen.
Die Särge für die Erwachsenen fielen mir nicht so schwer. 
Ich hatte mich bereits zwei Mal an das auswärtige Amt gewandt.
Politiker und sämtliche Parteien angebettelt…

„Lieber Herr Raabe, leider können wir nicht helfen da wir mit den Nachbarländern in der EU nichts am Hut haben..“
So ähnlich (auf Amtsdeutsch) lautete das Statement des auswärtigen Amtes der BRD.
Heute bettelt die BRD seine Nachbarn um Unterstützung an. Mehr Solidarität in der EU wird laut gefordert.
Gerade in Osteuropa hat man kein Verständnis mehr für die deutsche Politik.
Wiederum kann ich die Osteuropäer gut verstehen, die Probleme mit der Armut
im eigenen Lande wird oft von „uns“ übersehen.

Die Antwortschreiben der Superpromis waren manchmal noch zynischer formuliert.
Manche machten sich sogar über uns lustig.

   Ostrumänien, eine alte Dame wird von dem Team „Schmiede ohne Grenzen“ ernährt.   Anastasia hatte auch stets ihren Politikern vertraut und muss nun mit dem    dicken deutschen Hufschmied vorlieb nehmen. Die Politiker in der BRD verlassen sich ja schon völlig auf uns ehrenamtlichen Volldeppen.

Ostrumänien, eine alte Dame wird von dem Team „Schmiede ohne Grenzen“ ernährt.
Anastasia hatte auch stets ihren Politikern vertraut und muss nun mit dem
dicken deutschen Hufschmied vorlieb nehmen. Die Politiker in der BRD verlassen sich ja schon völlig auf uns ehrenamtlichen Volldeppen.

ch möchte hier nun wirklich nicht gegen Flüchtlinge wettern. Ich freue mich für jeden Menschen der es schafft seinen Hintern in Sicherheit zu bringen. Nein, ich ärgere mich über unsere Politiker. Es ist nicht möglich ein paar tausend EU-Kinder satt zu bekommen. In Osteuropa haben wir alte Menschen erfrieren sehen. Viele deutsche Rentner sind nicht Krankenversichert weil sie es sich nicht leisten können. Sie mussten sich entscheiden zwischen dem elektrischen Strom oder der Krankenversicherung.

Sämtliche Bildungsprogramme für arbeitslose Bürger in diesem Lande wurden gegen Null geschrumpft.
Die Polizei wird
aus den ländlichen Gebieten abgezogen und immer mehr in großen Städten konzentriert.
Mit Maulkorb dürfen unsere Polizeibeamten gewisse Dinge nicht aus-oder ansprechen.
Sie dürfen über die Gewalttaten gewisser
ausländischer Gruppierungen
nicht gegenüber der Presse berichten.

Einige unserer Mitglieder sind Polizisten.
Ich bekomme Angst wenn sie mal aus dem „Nähkästchen“ plaudern. 

Unsere Polizei ist mangelhaft ausgestattet, unterbezahlt und wird dauerhaft überfordert.
Aber das Schlimmste ist wohl der mangelnde Rückhalt aus der Politik. 

Es mangelt an Geld in jeder deutschen Kommune, Freibäder gibt es kaum noch, Spielplätze verwahrlosen, Kindergärten sind unterbesetzt und die Realschulen wurden einfach abgeschafft.
Aber die schlimmste Situation herrscht in den deutschen Altenheimen.
Wer hat nicht davor Angst?

Krankenhäuser, Altenheime und Hospize werden seit Jahren in einem „Notprogramm“ betrieben.
Es war die Generation meiner Eltern und meiner Großeltern welche dieses Land nach vorne bewegt haben.
Und wir lassen sie einfach vergammel.
Wen interessieren auch schon alte Menschen? Wir brauchen junges frisches Blut,
so erzählen es zumindest unsere Politiker.


 „WIR SCHAFFEN DAS“
Eine Million Menschen jährlich ( oder zwei,drei, vier…) aus Arabien hingegen sind kein Problem. „Wir schaffen das“ klingt für mich nur nach blankem Hohn. 
Wir werden es nicht schaffen. Warum?
Weil wir es nicht geschafft haben die eigenen ( eigentlich geringeren) Probleme in unserer EU
zu
thematisieren und auszumerzen. 

  Ostrumänien, diese EU-Bürger werden stets vergessen. Unsere Adoptionsgruppe gibt vielen Kindern Halt und Hoffnung. Wir versuchen eine faire Chance zu bieten…

Ostrumänien, diese EU-Bürger werden stets vergessen.
Unsere Adoptionsgruppe gibt vielen Kindern Halt und Hoffnung.
Wir versuchen eine faire Chance zu bieten…

  Diesem Pferd geht es noch gut, es hat einen Stall,   eine Decke und Heu. Manche verrecken auch einfach elendig im Winte

Diesem Pferd geht es noch gut, es hat einen Stall,
eine Decke und Heu. Manche verrecken auch einfach elendig im Winte

Ich könnte auch darüber schreiben  wie viele Rentner mit trocken Brot und Wasser über die Runden kommen müssen.
Ich verstehe unsere Politik nicht mehr. In den Schulen fällt der Putz von den Wänden, Wir haben nicht genügend Lehrkräfte und der Beruf „Lehrer“ hat sich zum Albtraumberuf entwickelt.
Wo steuern wir nur hin. Was soll ich meinen Schützlingen an der

moldavischen oder ukrainischen Grenze noch erzählen wenn sie Hunger haben?
„Sei fleißig und bau dein Land auf“! Oder vielleicht:

„schmeiße deinen Pass weg und gehe nach Deutschland, die schaffen alles“ 
Warum eigentlich nicht? Alles wofür wir gearbeitet haben, die „Hilfe vor Ort“
wurde doch nun vor die Wand gefahren von der Politik, oder etwa nicht?

Ticke ich jetzt verkehrt weil ich es hier öffentlich bedaure das man die eigenen EU-Bürger in den Ghettos von Osteuropa übersieht? Darf ich nicht öffentlich sagen, dass ich so einige Rentner kenne die nichts zu fressen haben? 

Sind unsere Wünsche denn zu groß? schulische Bildung, Erbsensuppe  und
ein paar Schlüpfer! Und das ist schon zu viel für unsere europäischen Bürger?
In Griechenland  eskaliert  die Krankenversorgung, Mütter sterben bei der Entbindung,
die Systeme brechen langsam zusammen.
Menschen werden durch Polizei und Spezialeinheiten aus ihren Wohnungen getrieben, wo?
In Spanien, viele Menschen  haben kein Geld mehr. Die Ghettos in unserer EU wachsen stetig!

Natürlich werden wir unsere Sprösslinge in Rumänien nicht fallen lassen
aber ich muss mir echt an meinen Kopf fassen!

Was passiert eigentlich wenn all die ehrenamtlichen Menschen in Deutschland das Handtuch werfen?
Und der Tag wird kommen!

Verteilen dann unsere Politiker Suppe und Bettwäsche?

Ich habe wirklich Angst vor meiner Zukunft, ich habe Angst um meine Kinder.
Wie geht es weiter? Wo stehen wir in 20 Jahren?
Und meine Angst wird bestätigt. Ich habe sehr potente Freunde.
Das sind Menschen mit viel Geld und Vermögen. Sie sind Unternehmer oder sonstiges.
Warum mir das Angst bereitet? Weil sie derzeit auswandern, sie haben den Rand voll.
Mit ihnen geht dann das Geld, das Wissen und die vielen Arbeitsplätze.

Wenn Frau Merkel sagt: „Wir schaffen das“ , dann hätte man ihr das geglaubt
wenn wir unser Europa in Ordnung gehabt hätten.
Aber auch das hatten wir nicht geschafft.
Die Kinder – und Altersarmut in unserer BRD und der EU
ist der einzige, sichere und wachsende Wirtschaftszweig geworden!

Herzlichst, Markus Raabe

Bürger – Steuerzahler und ehrenamtlicher Volltrottel

12/2015 oft ein schlechtes Gewissen…

Viele Mensche da draußen machen sich richtig Gedanken um das Projekt. Sie fördern uns gewaltig mit Geld
oder guten Sachspenden. Oftmals erhalten sie kein Dankeschön. Wir haben auch kein Personal dafür. Wir schaffen es einfach nicht.
Daher möchte mich hiermit bei allen Menschen bedanken welche uns so treu unterstützen.

  die Besitzer haben viel Heu für den harten   Winter gemacht und zeigen uns stolz ihr Ergebnis.

die Besitzer haben viel Heu für den harten
Winter gemacht und zeigen uns stolz ihr Ergebnis.

Letztendlich arbeiten wir wirklich hart an diesem Projekt, jeden einzelnen Tag im Jahr!
Die Zeit um stets Danke zu sagen fehlt uns eigentlich immer. Besonders bei unseren
Fördermitgliedern und Sponsoren. Würde ich jedes Mitglied und Sachspender nur ein mal in Jahr anrufen,
so müsste ich täglich ca 10-12 Telefonate zusätzlich führen.
Erst kürzlich habe ich einen dicken Scheck erhalten, er ist von:

 

Firma OVERO
Inhaberin: Constanze Fritsche
Hauptstraße 8, 87675 Stötten
www.overo.de

Bereits letztes Jahr unterstützte uns die liebe Frau Fritsche sehr stark, ebenso wie die anderen Sponsoren.
Bitte schauen sie doch einmal nach unter „Sponsoren“ auf dieser Homepage.

  so sieht er aus der dicke Scheck von Frau Fritsch!   1500.00 Euro!

so sieht er aus der dicke Scheck von Frau Fritsch!
1500.00 Euro!

Bereits letztes Jahr hatte sie uns unter die Arme gegriffen und von uns kein
Dankeschön erhalten. Ich Depp hatte sogar vergessen sie auf unsere Sponsorenliste
zu schreiben. Und dennoch hilft sie weiter. Warum? Weil sie weiß, dass alles
ankommt wo es hin gehört. In der neuen dicken Ausgabe 4/2016 werden wieder
alle Sponsoren und Fördermitglieder sowie Paten namentlich aufgelistet, versprochen.
Die Ausgaben sind dann anschließend wieder bundesweit in den Equiva-Reitsportgeschäften
zu finden.Unsere Vereinsfreunde erhalten sie natürlich per Post!

  Das ist eine Autoladung Lebensmittel für unsere Kinder und   Behindertengruppe, täglich auf ein Neues….. 

Das ist eine Autoladung Lebensmittel für unsere Kinder und
Behindertengruppe, täglich auf ein Neues….. 

  Endstation Pferdehilfe, wenn Hufschmiede pflegebedürftige   Menschen ernähren müssen ist unsere Gesellschaft nicht gut aufgestellt!

Endstation Pferdehilfe, wenn Hufschmiede pflegebedürftige
Menschen ernähren müssen ist unsere Gesellschaft nicht gut aufgestellt!

  Was würde er nur ohne die   „Schmiede ohne Grenzen“ machen? Ich möchte es gar nicht wissen. Wir kämpfen weiter für die schwächsten unserer EU-Bürger, jeden Tag aufs Neue.

Was würde er nur ohne die
„Schmiede ohne Grenzen“ machen? Ich möchte es gar nicht wissen.
Wir kämpfen weiter für die schwächsten unserer EU-Bürger, jeden Tag aufs Neue.

Und sie ist wieder da, die Grenze! Auch in den Köpfen.

Liebe Freunde,
heute ist der 14.09.15. Ich sitze gerade in Ungarn in einem kleinen Hotel mit W-Lan.
Mein Laptop ist aktiv und ich kann meinen Gedanken freien lauf lassen.  Ständig düse ich durch die Welt. Dieses mal fühlt es sich anders an, ich habe Angst. Ich bin nun in Ungarn, morgen früh geht es weiter ins tiefste Osteuropa

   bis zu 4 Stunden Stau vor der Grenze Deutschland / Österreich     Ein riesiges Polizeiaufgebot, es war beängstigend!

bis zu 4 Stunden Stau vor der Grenze Deutschland / Österreich
Ein riesiges Polizeiaufgebot, es war beängstigend!

Ich habe so ein komisches Gefühl. Letztes Wochenende hatten wir unseren großartigen Trödelmarkt. Viel Geld wurde in die knappe Vereinskasse gespült. Nun kann ich über 4 Tonnen Hilfsgüter, insbesondere Medikamente und Hufeisen, in unsere Stationen nach Ostrumänien liefern. Das ist großartig! Ich bin alleine unterwegs. Ich denke an meine Familie, meine beiden Kinder sind nach einem Unfall eingegibst. Meine Frau hat vermutlich viel Stress mit Haus und Hof. Tiffany muss für mich mitschmieden, alle sind fleißig.
Eigentlich geht es mir gut, der Vereinsbus läuft super mit dem 3 Tonnen schweren Anhänger. Ich kann viel nachdenken, über mich, mein Leben, meine Liebsten und natürlich über das Projekt, es ist groß geworden. Wir sind kein Kleckerverein mehr.

   So fuhr ich heute durch Österreich, ich hatte ständig Geleitschutz.     Die Polizei war ständig präsent. Verdächtige Fahrzeuge werden gestoppt und     nach Flüchtlingen durchsucht.

So fuhr ich heute durch Österreich, ich hatte ständig Geleitschutz.
Die Polizei war ständig präsent. Verdächtige Fahrzeuge werden gestoppt und
nach Flüchtlingen durchsucht.

Heute Morgen fuhr ich ab von der österreichischen Autobahn. Ich musste tanken, hierbei suche ich nach dörflichen Tankstellen, diese sind teilweise bis zu 28 Cent günstiger. Ich fahre auf einer kleinen Landstrasse als plötzlich, ca 30 syrische Bürger, aus einem Feldweg kommen. Sie standen nun auf meiner Fahrbahn und wirkten desorientiert und hilfesuchend. Ich öffnete mein Fenster, ein Mann sprach mich an und flehte darum seine Gruppe nach Deutschland zu bringen. Er hatte gütige Augen, sein Englisch war perfekt, viel besser als meins. Frauen , Kinder, Jugendliche blickten mich an.  Alle wirkten verängstigt. Ich erklärte das die Grenzen absolut dicht sind. Aber auch in Österreich würde man ihnen helfen, sie sollten keine Angst haben, erklärte ich ihnen. Ich hatte meinen beruhigenden Worte kaum ausgesprochen als sich zwei Polizeibusse näherten.  Eine junge Polizistin sprach die Gruppe nett an. Die österreichische Polizei war sehr nett und bot Hilfe an.
Ich setzte meine Reise fort mit einem Klos in meinem Hals. Ich bin stolz auf Österreich und Deutschland. Menschlichkeit besiegt Vorurteile.
Ich dachte während meiner weiteren Fahrt an diese Menschen und da
ran das auch ich alles mögliche riskieren würde um das Leben meiner Familie zu schützen.
In Rumänien warten nun viele Pferde und viele Menschen auf unsere Medikamente.
Auch dort leben Menschen unter grusligen Umständen. Aber sie werden nicht verfolgt oder erschossen. An eine bessere Zukunft und faire Chancen für jeden EU-Bürger wird noch gearbeitet, aber immerhin- es wird daran gearbeitet.

Freiheit bedeutet auch auf etwas verzichten zu dürfen, Freiheit bedeutet auch teilen zu dürfen. Lasst uns unsere Herzen öffnen, denn auch wir könnten in Syrien geboren worden sein, oder?

   derzeit überall Polizeikontrollen.      Nach „Schlepperfahrzeugen“ wird gesucht.

derzeit überall Polizeikontrollen.
Nach „Schlepperfahrzeugen“ wird gesucht.

ch weiß nicht was die Zukunft bringt, es ist eine Herausforderung unbekannter Dimensionen. Sicherlich wird Deutschland und die gesamte EU vor vielen Problemen gestellt. Aber wenn die Toleranz und Menschlichkeit siegt, dann werden wir gestärkt in eine gute Zukunft gehen.
Ich möchte nichts anderes machen in meinem Leben. Das, was ich derzeit mit der Unterstützung von über 800 Vereinsmitgliedern  bewege, ist die Würze des Lebens. Nicht wegschauen sondern anpacken.
Wir gestalten unsere Welt, kein anderer!

Ich danke allen Vereinsförderern, unsere Kraft resultiert aus eurer Hilfe.
Herzlichst, euer Markus Raabe und Team

Hallo meine Freunde,

ich habe tiefe Ringe unter meinen Augen und bin einfach nur Müde.
Ich habe einen deutlichen Schlafmangel und mein Team auch.

Täglich kommen neue schlimme Meldungen hier an. Nein, es hat nichts
mit Rumänien zu tun. Es sind schreckliche Situationen in Deutschland.
Die Situation für die Pferde wird langsam besser in Rumänien. 
In Deutschland wird sie langsam schlechter. Das hat nichts mit einer wirtschaftlichen Situation zu tun. 
Es gibt immer mehr Messies (Bekloppte, die Tiere horten) . Die Menschen nennen sich oft selbst Tierschützer
und kaufen Pferde „frei“, sie haben keine Ahnung vom Pferd.
Sie retten Pferde auch vorm Schlachter. Oft wäre der Schlachter die bessere Alternative

gewesen. Eingesperrt in Verschlägen, ohne Tageslicht, kein Tierarzt, keine Hufpflege und das über Jahre.
Die Muskulatur ist verkümmert, der Sehnen-und Bänderapparat ist dauerhaft geschädigt. Die Erlösung ist
dann oftmals eine Seegen für die Tiere. 

   Pferd in Rumänien, gut genährt! In Deutschland ist das auch nicht mehr selbstverständlich.

Pferd in Rumänien, gut genährt!
In Deutschland ist das auch nicht mehr selbstverständlich.

Aus  Deutschland erreichen mich täglich Hilferufe. Vet-Ämter, Behörden, Privatleute usw..
So langsam können wir hier auch schon „klein Rumänien“ eröffnen.
Wir kämpfen an allen Fronten,
auch jeden Sonntag und Feiertag sind wir in Deutschland im Einsatz, auch heute.
Wir sind nicht mehr nur die „Pferdehilfe Rumänien“ mittlerweile sind wir auch die
„Pferdehilfe Deutschland“.
Ich danke den Vereinsfreunden für die Großartige Unterstützung.
Wir kämpfen für die wehrlosen Geschöpfe.
Raabe und Team

 

An Frau K. aus Köln

Liebe Frau K.aus Köln,

heute Morgen, am 18.07.2015, haben sie mich erneut angerufen. Sie sind kein Mitglied mehr in diesem Verein und wollten sich doch bei RTL über mich beschweren, warum rufen sie immer noch hier an?
Ich habe das Gespräch im Keime erstickt und sie gebeten nicht mehr anzurufen. Leider haben sie es immer noch nicht verstanden, wir möchten, dass sie uns in Ruhe lassen.
Heute Mittag, am  18.07.15, haben sie uns neben ihren üblichen Beschimpfungen und Verleumdungen auch massive Drohungen ausgesprochen. Unser digitaler Anrufbeantworter hat natürlich brav seinen Job gemacht und aufgezeichnet wie sie sich immer mehr um Kopf und Kragen reden. Das gesammelte Material reicht bereits für eine Strafanzeige aus.

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Vor einigen Wochen hatten sie das Fass zum Überlaufen gebracht. Sie riefen unentwegt an, auf allen Leitungen bei sämtlichen Mitarbeitern. Sie sind unermüdlich und drücken ständig die Taste „Wahlwiederholung“ an ihrem Telefon.

Sie glauben sie haben das Recht uns ständig „stramm stehen zu lassen“ da sie ja schließlich jeden Monat gespendet hatten. Sie glauben, dass sie das Recht haben in einer einzigen Stunde unzählige Nachrichten auf unserem AB zu hinterlassen, mit zorniger Stimmer uns aufzufordern sie endlich zu unterhalten, an einem Sonntag?
Ob Sonntag ob Feiertag , wenn sie ihre Telefonitis bekommen ist niemand mehr sicher vor ihnen. Es ging um nichts Wichtiges, eigentlich wollten sie nur wissen, wann unsere Mitarbeiterin  mal wieder nach Köln kommt. Frau Hild teilte ihnen bereits mit, dass sie sich melden würde wenn es so weit wäre! Was war daran unklar? Es ging lediglich darum Sachspenden abzuholen , aber nicht bei ihnen sondern bei jemanden den sie kennen, das war alles!
Sie sind nicht wichtig in dieser Angelegenheit gewesen sondern nur neugierig, das ist ein Unterschied.

An einem Tag rufen sie hunderte Mal auf sämtlichen Leitungen an. Wir baden knietief in ehrenamtlicher Arbeit und somit in Blut. Auch an jenem Tag, vor ein paar Wochen, hatten wir Tierschutzeinsätze in Deutschland, wir saßen an jenem Feiertag nicht zu Hause, sondern waren im Bereich des Tierschutzes unterwegs.  Und zu diesen täglichen, unerträglichen Einsätzen, jeden einzelnen Tag, müssen wir auch noch in ganz normalen Berufen arbeiten.

Frau K ,offensichtlich vergessen sie ,dass wir täglich ehrenamtlich eine ganze internationale Hilfsorganisation bewerkstelligen, oder? Wir sitzen nicht auf einem Sofa und haben Langeweile. Ich hinterlasse auch niemandem 67 Nachrichten innerhalb von zwei Stunden auf seinem AB. 
Aber den Bogen haben sie überspannt, als sie uns mit der Bildzeitung drohten und RTL auf uns hetzen wollten weil wir sie nicht unterhalten möchten. Haben sie nun auch schon bei der Bildzeitung angerufen, so ca 2000 mal? Möchte man ihnen helfen und endlich über diesen üblen Herrn Raabe berichten, der nicht 24 Stunden am Tag seiner Frau K.  zu Verfügung stehen möchte?
Oder funktionieren BILD und RTL auch so schlecht wie ich?

Heute, am Samstag den 18.07.2015, sitze ich hier völlig übermüdet an meinem Schreibtisch und beschäftige mich das letzte Mal mit ihnen. Nächste Woche muss ich nach Osteuropa, ich habe kaum geschlafen die letzten Nächte. Ich arbeite in meinem Betrieb und nach Feierabend, Nachts und am Wochenende arbeite ich bei der Equiwent-Hilfe, ehrenamtlich.
Liebe Frau K. sollten sie mich noch einziges Mal anrufen, anschreiben oder anders belästigen- sollten sie sie noch einziges mal meine Kollegen anrufen und bedrohen oder sonstiges – Dann werde ich hier und bei Facebook ihren Namen, ihre Adresse und ihre Telefonnummer veröffentlichen und unsere Vereinsfreunde um Hilfe bitten. Gemeinsam werden wir sie dann auch anrufen, jeder Einzelne wird sie so oft anrufen wie sie uns stets auch telefonisch belästigen.
Also zu letzten Mal, lassen sie uns in Ruhe und suchen sie sich einen anderen Verein den sie „unterstützen“ können.
Wir sind ja wohl nicht der erste Verein der mit ihnen nichts mehr zu tun haben möchte, oder?
Wir sind und bleiben ein Tierschutzverein. Wir sind keine Unterhaltungsgesellschaft für Menschen mit Langeweile.
Sie benötigen dringend fachärztliche Hilfe.
M.Raabe

27.05.15 Nicht immer nur gute Neuigkeiten….

Liebe Freunde von Equiwent,
„Cordrin“ ist seine Name, sein Leben ist wenig schön. Er ist 10 Jahre alt und muss täglich hart arbeiten. Das Zuggeschirr hat eine Wunde im Wiederist (Rücken, vorne) verursacht. Das schwierige ist nun für das Team Equiwent nicht diese Wunde zu versorgen, nein das ist einfach. Schwierig ist es die Mentalität der Besitzer zu verändern. Unsere Ärzte und Schmiede leisten täglich die Arbeit eines Predigers. Leider ist es uns nicht möglich Pferde zu beschlagnahmen oder andere Sanktionen gegen die Besitzer einzuleiten. Rumänien muss noch viel an sich selbst arbeiten, leider.

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  Dr.Ursache spült die Wunde. Es folgt eine fachgerechte Behandlung mit Antibiotikum und Wundsalbe.   Dennoch ist es nur damit nicht getan für uns.

Dr.Ursache spült die Wunde. Es folgt eine fachgerechte Behandlung mit Antibiotikum und Wundsalbe.
Dennoch ist es nur damit nicht getan für uns.

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  „Codrin“ ruht sich aus, Dr.Ursache wird nun täglich seinen Patienten betreuen und unsere Auflagen überprüfen. Sollten die Besitzer sich als unzuverlässig erweisen so droht ihnen der Ausschluss aus unserem Hilfsprogramm, dauerhaft. Das ist unser einziges „Mittel“ um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen .

„Codrin“ ruht sich aus, Dr.Ursache wird nun täglich seinen Patienten betreuen und unsere Auflagen überprüfen. Sollten die Besitzer sich als unzuverlässig erweisen so droht ihnen der Ausschluss aus unserem Hilfsprogramm, dauerhaft. Das ist unser einziges „Mittel“ um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen.


Und noch ein unschöner Vorfall heute….

  as ist der Fuß von Suru. Suru wurde gefesselt.

as ist der Fuß von Suru. Suru wurde gefesselt.

Dr.Ursache behandelt das Pferd und nimmt den Besitzer ins Gebet. Auf dem Foto sind nicht die Besitzer sondern Nachbarn welche unseren Tierarzt informiert hatten.

Liebe Freunde,
täglich haben wir schöne Erfolge. Aber sicherlich ist es auch angebracht einmal die unschönen Dinge zu zeigen welche uns Kopfschmerzen bereiten.
Ich danke allen lieben Menschen welche dieses Hilfsprojekt ermöglichen. Bitte unterstützen sie uns weiterhin damit unsere Tierärzte auch noch Morgen einsatzbereit sind.
Herzlichst, ihr Markus Raabe und Team

 

27.05.15 Nur ein Strassenhund..

Es war letzte Woche eine normale Autofahrt für unseren Dr.Ursache als er am Strassenrand einen verletzten Hund entdeckte. Der Hund hatte einen offenen und infizierten Bruch am rechten Hinterlauf. Ich hätte natürlich verstanden wenn unser Doctor mir mitgeteilt hätte „Heute musste ich leider einen Hund einschläfern“, aber diese Mail hatte eine andere Botschaft welche mich sehr berührt hatte. Der Hund schaute unseren Tierarzt in die Augen und hatte Glück in Unglück. Dr.Ursache packte den Hund und fuhr mit ihm in die Großstadt- in die Uniklinik!

  Dr.Ursache und der verletzte Hund

Dr.Ursache und der verletzte Hund

  Schnell stellte Dr.Ursache fest das er mit dieser Verletzung überfordert war.

Schnell stellte Dr.Ursache fest das er mit dieser Verletzung überfordert war.

  Man könnte natürlich vermuten das die Ärzte der Uniklinik die Hände über den Kopf zusammen geschlagen hätten und den Equiwent-Tierarzt vor die Tür befördert hätten, – aber es kam ganz anders.

Man könnte natürlich vermuten das die Ärzte der Uniklinik die Hände über den Kopf zusammen geschlagen hätten und den Equiwent-Tierarzt vor die Tür befördert hätten, – aber es kam ganz anders.

  In einer Operation wurde das Bein amputiert. Einen Tag später war der Hund wohl auf.

In einer Operation wurde das Bein amputiert. Einen Tag später war der Hund wohl auf.

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„Lucky“ im Garten von Dr.Ursache. Künftig wird er bei unseren Arzt leben, er hat ihn bereits in sein Herz geschlossen.
Natürlich kann man jetzt über Sinn oder Unsinn reden. Aber ich finde es bemerkenswert das unser Arzt „Himmel und Hölle“   in Bewegung setzt um einen Hund zu helfen und das „Einschläfern“ nur als letzte Option in Betracht zieht. Der Hund wurde übrigens kostenlos von den Ärzten versorgt.
Auch in Rumänien gibt es nette Menschen, das merken wir immer wieder.
Herzlichst, ihr Markus Raabe

eine andere Welt mitten in unsere EU

17.05.2015

Ich bin nun seit ein paar Tagen zurück von meiner Reise. Die lange Strecke von über 8000 km steckt mir noch ein bisschen in meinen Knochen.
Aber dieses Mal war es eine wirklich gute Reise. Problemlos kam ich über die Grenze und auch die rumänische Polizei hatte mich nicht ausgeraubt.
Ich konnte so viele Medikamente übergeben.   Dr.Ursache und Dr.Alexander hatten Ostern und Weihnachten an einem Tag.

   Dr.Ursache erhält sehr viele neue Medikamente. In der Hand hält er ein Karton.     Es war etwas persönliches von einem Fördermitglied.

Dr.Ursache erhält sehr viele neue Medikamente. In der Hand hält er ein Karton.
Es war etwas persönliches von einem Fördermitglied.

Wenn ich diesen Mann treffe wir es mir immer ganz warm ums Herz. Er möchte mir so viel erzählen von seiner Arbeit, von den Fortschritten in seinem Land und von den vielen Kindern welche nun durch Equiwent eine bessere Zukunft haben. Tagtäglich arbeitet er wie ein Besessener. Er erzählt mir das er in 10- 15 Jahren nur noch eine dreiviertel-Stelle besetzen möchte. Da müssen sie als deutscher Arbeitnehmer einmal darüber nachdenken, dieser Tierarzt möchte also mit 80 Jahren nur noch einen Teilzeitjob. Ich muss dabei gerade an die ganzen Streiks in Deutschland denken. Überall wehen die DGB-Flaggen mit dem Slogan „Rente demnächst ab 50 und eine wöchentliche Arbeitszeit von unter 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich“
Ich habe da schon manchmal Angst um unsere deutsche Zukunft, niemand möchte mehr arbeiten. Was die alte Generation aufgebaut hat wird nun runtergewirtschaftet.

   die kleinen Strolche…

die kleinen Strolche…

Es war 7.00 Uhr morgens als ich mich mit Dr.Alexander traf. Er telefonierte gerade mit einem Bauern. Sein Handy klingelt eigentlich den ganzen Tag,  seine Nummer ist bereits bei allen Tierhaltern von Großtieren bekannt. Er sagte mir wir müssten erst noch ein paar wichtige Notfälle behandeln bevor wir uns den eigentlichen Problemen stellen könnten.
Leider hatte er keine richtige Adresse der Kuh.  Wir wussten es würde in Richtung ukrainische Grenze gehen, irgendwo in den Weiten der Wallachei steht eine kranke Kuh. Sie würde unter starken Schmerzen leiden und ist sehr abgemagert. Der Arzt freute sich besonders über meinen Geländewagen, denn ohne Allradantrieb könnten wir die Kuh nicht finden.

   Wir stehen irgendwo am östlichsten Zipfel der EU, wir finden diese Kuh aber nicht!

Wir stehen irgendwo am östlichsten Zipfel der EU, wir finden diese Kuh aber nicht!

   Dr.Alexander möchte bei einem Schäfer um Hilfe bitten

Dr.Alexander möchte bei einem Schäfer um Hilfe bitten

   Tatsächlich, der Schäfer weiß wo sich die kranke Kuh befindet!

Tatsächlich, der Schäfer weiß wo sich die kranke Kuh befindet!

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   Dieser Bauer hat auch Schafe, seine einzige Kuh ist krank, ohne Hilfe würde diese Kuh     sterben.  Eine schwere Infektion ist schon fortgeschritten.

Dieser Bauer hat auch Schafe, seine einzige Kuh ist krank, ohne Hilfe würde diese Kuh
sterben.  Eine schwere Infektion ist schon fortgeschritten.

   Dr.Alexander behandelt die Kuh, drei Tage später war sie wieder beschwerdefrei.

Dr.Alexander behandelt die Kuh, drei Tage später war sie wieder beschwerdefrei.

Nach diesem Ausflug über Stock & Stein“ wusste ich das unser Arzt unbedingt einen Geländewagen braucht. Nach der Kuh fuhren wir zu einem Hund. Die Hündin hatte eine böse Infektion am rechten Ohr, der Kopf war angeschwollen und das Tier litt Höllenqualen. Das Gebiet von Dr.Alexander ist so unvorstellbar groß. Manchmal muss er viele Stunden fahren um einen Tier helfen zu können. Viele Tiere hätten ein qualvolles Ende ohne die Equiwent-Tierärzte.

   Dr.Alexander musste der Hündin die Schnute zubinden um Bissverletzungen zu vermeiden.

Dr.Alexander musste der Hündin die Schnute zubinden um Bissverletzungen zu vermeiden.

   Der Arzt lässt das Wundwasser abfließen und verabreichte dann ein Antibiotikum.

Der Arzt lässt das Wundwasser abfließen und verabreichte dann ein Antibiotikum.

   Patient und Besitzer wieder glücklich.

Patient und Besitzer wieder glücklich.

Liebe Freunde, die Bedeutung der Equiwent-Tierärzte ist für die Tiere von unvorstellbarer Wichtigkeit. Ich möchte mich für dieses funktionierende Projekt bei allen Menschen bedanken welche Equiwent fördern und unterstützen.
Bleiben sie uns treu, es lohnt sich!
Herzlichst, ihr Markus Raabe

04/ 2015 die Würze des Lebens

Die Tage sind derzeit sehr lang für uns alle. Ich arbeite täglich mit Tiffany hart. Meine Frau schuftet auf der Equiwent-Station gnadenlos. Mein Freund, der Hufschmied Thomas Myrcik kommt nach Feierabend und hilft uns dabei. Wir haben viele neue Unterbringungsmöglichkeiten , hier in Harsewinkel, für die Pferde geschaffen. Ich erfahre täglich Hilfe unserer Förderer in Form von Geld-oder Sachspenden, nette Gespräche am Telefon, liebe Briefe oder E-Mails.  Alle helfen, niemand ruht. Aber woraus schöpfen wir (und ich) die Kraft seit Jahren einen zweiten Vollzeitjob neben unseren eigentlichen Berufen auszuüben? Ich werde nun mit ein paar Bilder und Texten versuchen unseren Antrieb zu erklären. Es sind stets die kleinen Dinge des Lebens welche uns beflügeln.

   diese Perspektive habe ich dieses Jahr bereits 150 000 km erlebt.     Ständig sitze ich im Flieger (Nein, nicht von Spendengeldern) und schwebe über Wolken.

diese Perspektive habe ich dieses Jahr bereits 150 000 km erlebt.
Ständig sitze ich im Flieger (Nein, nicht von Spendengeldern) und schwebe über Wolken.

Bedürftige Pferde warten weltweit auf unsere Hilfe.
Diese Zeit, ist oft meine einzige Zeit, welche ich nutzen kann um unbeschwert über mein Leben nachzudenken.
Neue Pläne werden im meinen Ruhephasen geschmiedet und dann auch stets umgesetzt.

Warum setze ich hier solcher Bilder ein? Es ist nun 23.31 Uhr und ich müsste eigentlich noch viel Büroarbeit abwickeln. Aber ich möchte unseren Vereinsförderern auch einmal mein tägliches Tagesgeschehen durch meine Augen zeigen. Bei all dem Elend, bei all den schrecklichen Bilder jeden Tag welche ich aus Rumänien zugeschickt bekomme, gibt es doch viele gute Dinge auf dieser Welt. Es sind die schönen Dinge welche uns Kraft geben und unser Tun bestimmen. Manchmal wäre ich gerne aber auch nur ein „normaler Mensch“. Gerne würde ich mich bei schönem Wetter auch einmal in ein Cafe‘ setzen und ein Eis essen. Ich kann das nicht mehr genießen, kann nicht abschalten. Mein Kopf schaltet nicht ab, heute muss ich schon an Morgen denken und Morgen denke ich bereits an die nächste Woche. Aber es macht mir immer noch Freude die Projekte umzusetzen und viele Pferde oder auch viele Kinder in eine bessere Zukunft zu führen.
Und wenn SIE das jetzt alles gelesen haben, sich die Bilder angesehen haben, dann gehören sie auch zu jenen guten Erlebnissen in meinem Leben welche mich beflügeln.
Denn ich bin nicht alleine, dank ihnen!
Danke, ihr Hufschmied Markus Raabe

03/2015 Der Esel von Fuerteventura, „Damals, mit Vox: Hund Katze Maus“

21.06.2015
Liebe Tierfreunde,

aus gegebenen Anlass möchte ich noch einmal etwas zu diesem Thema schreiben. Wöchentlich erhalten wir Mails von Touristen welche den Esel „Blanco“ auf Fuerteventura entdeckt haben. Leider ist der Gesundheitszustand (bzw die Lahmheit) dieses Esels wieder schlechter geworden.

Manche Mails sind sachlich , manche einfach nur dumm.
Was hätten wir für Möglichkeiten wenn jeder, der eine dummdreiste Mail zu uns schickt, nur 5 Euro für die Hufpflege der europäischen Arbeitspferde und Esel spenden würde?  Vielen ist sicherlich auch nicht bewusst das wir alle unsere Einsätze ehrenamtlich tätigen, in unserer Freizeit -und das in ganz Europa!!  Der Esel auf Fuerteventura ist nur einer von über 20 000 Huftieren für Equiwent. Außerdem betreiben wir auf den kanarischen Inseln keine Stationen.
Langfristig  kann diesem Esel, oder anderen Tieren, nur geholfen werden örtliche – bereits reichlich vorhandene- Tierschutzorganisationen tätig werden und die zuständige Inselverwaltung endlich agiert, bzw auch Hilfe von außerhalb zulässt.
Equiwent korrespondierte im ersten Halbjahr 2015  mit zwei Organisationen auf Fuerteventura.  Beide versagten letztendlich eine Kooperation mit uns. Wir boten eine dauerhafte Übernahme der Unterhaltskosten an. Wir boten ein paar tausend Euro „Handgeld“ für die Bergung  an, leider vergebens.
Derzeit ist es Equiwent nicht gestattet diesem Esel die Hufe zu bearbeiten. Hätte sich die Inselverwaltung zumindest damit einverstanden erklärt so würden wir alle 3 Monate dort hin fliegen. Wir sitzen hier derzeit machtlos einige tausend KM vom Eselchen entfernt und dürfen nichts machen. Zudem werden wir noch attackiert. Einige Urlauber fühlen sich auf ihrer Insel nicht mehr so wohl. Natürlich ist es 20 Jahre gut gelungen an dem Tierelend auf spanischen Hoheitsboden vorbei zu schauen. Doch jetzt, wo der Esel zu sehr trauriger Berühmtheit gelangt ist, jetzt muss erst mal mächtig auf die Pauke geschlagen werden.  Leider waren auch ansässige Hufbearbeiter nicht dazu zu bewegen dem Eselchen die Knollhufbildung zu bearbeiten. Wir haben nun eine Vorstandssitzung gehalten und nun gemeinsam beschlossen das es keinen Sinn macht weiter das „Projekt-Fuerte“ aufrecht zu erhalten. Die monatlichen Zahlungen (an einer TSO auf Fuerte) wurden eingestellt, weitere Hilfsleistung (Medikamente usw) wird es nicht mehr geben. Dieser Schritt war Notwendig da wir nicht nur gegen die örtlichen Behördern, mangelnder Kooperation der örtlichen Tierschützer und auch noch dem dummen Geschwatze der Wichtigtuer im Internet zu kämpfen hatten.  Die nun eingesparten Ressourcen   werden jetzt in den Aufbau der ersten „Nonprofitablen-Tierklinik“ in Ostrumänien einfließen.
Vielleicht ließe sich die Mentalität der spanischen Verwaltungsbehörden verändern wenn ausreichend Touristen mal auf einen Urlaub auf spanischem Boden verzichten würden. Wer ein Ticket für den spanischen Urlaubsboden löst, hat das Recht verloren in „Sachen Tierschutz“, das Maul aufzureißen und deutsche Tierschützer für die Missstände in Nachbarländern zu kritisieren.
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Mai 2015

Dr.med vet. Gerald Krakauer (Tierarzt und Mitglied im Produktionsteam von Hund Katze Maus) hat es mit ein paar Worten auf den Punkt gebracht.

Schon bei unserem Einsatz war klar, dass unsere Hufkorrektur letztlich nur ein Versuch sein kann, die Fehlstellung zu korrigieren. Um eine dauerhafte und nachhaltige Korrektur zu erreichen, wäre eine permanente Hufpflege erforderlich gewesen. Dies war und ist aber für einen verwilderten Hausesel keine wirkliche Option. Zum einen ist eine Haltung in „Gefangenschaft“ für ihn mit Stress und Ängsten verbunden,  zum anderen konnten wir – trotz intensiver Bemühungen – keinen geeigneten Platz finden, wo er großzügigen Auslauf und dennoch Kontrolle durch den Menschen gehabt hätte. Zum anderen müsste er auch dort für jede  Behandlung immer wieder betäubt bzw. sediert werden. Auch uns war klar, dass – sollte unser Einsatz keinen nachhaltigen Erfolg bringen –  letztlich auch an ein Einschläfern des Tieres gedacht werden müsste. Aber auch so eine unter Tierschutzaspekten gerechtfertigte Maßnahme, bedarf der Zustimmung und Kooperation der örtlichen Veterinärbehörden
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April 2015

Sicherlich können sich einige noch an dem Beitrag über den lahmen Esel von Fuerteventura erinnern?!

Aufgrund einer diffusen aseptischen Huflederhautveränderung im Dorsum der Vorderhufe leidet der Esel unter einer Minderform der so genannten „Knollhufbildung“.

Die Hufkorrektur des vergangenen Jahres hatte ca 6 Monate einen anhaltenden Erfolg. Bedingt durch die nun traurige Berühmtheit des Esels füttern Touristen diesen Wildesel mit Brotresten. Leider sind es genau diese Brotreste, wegen den bereits vorhandenen metabolischen Veränderungen, Gift für diesen Esel. Ein Missbildung des Hufes wird somit fossiert, außerdem wäre eine regelmäßige Hufpflege alle 3 Monate zwingend notwendig gewesen. Leider wird uns derzeit diese Hilfeleistung verweigert. Die Inselverwaltung verbietet uns den Esel anzufassen.
Das es sich zudem auch noch um einen Wildeselhengst handelt (Einzelgänger) wäre zwanghafte Unterbringung auf Fuerteventura ehr eine Form der passiven Tierquälerei.   Derzeit verhandelt die Equiwent-Hilfsorganisation und das „Hund Katze Maus“ Team mit den zuständigen Behörden auf Fuerteventura.
Wir bitte daher von weiteren Mails abzusehen da wir diese Problematik bereits an höchster Stelle thematisieren.
Sollten die spanischen Behörden zustimmen , so wäre der Equiwent e.V. bereit den Esel dauerhaft aufzunehmen. Eine dauerhafte orthopädische und sachkundige Betreuung wäre wohl auch nur bei uns in Deutschland zu gewährleisten.
Außerdem könnte so der Zustand der unsachgemäßen Fütterung abgestellt werden. Sollten die spanischen Behörden sich verweigern, so wäre eine Euthanasie angebracht da es an geeignete Alternativen mangelt. Die Tierschützer und Hufschmiede, sowie Tierärzte der Kanaren haben sich leider sehr bedeckt verhalten in den vergangenen Jahren.
Herzlichen Dank für ihr Verständnis, Markus Raabe

Sehen sie den Huf vorne rechts? Ca 22 cm war er lang. Der Esel war praktisch Bewegungsunfähig und konnte nur noch auf seinen Hinterbeinen „hüpfen“. Leider läuft der Esel heute, nach über einem 3/4 Jahr fast wieder so schlecht wie Damals.

03/2015 Umbruch in der humanitären Hilfe

Liebe Förderer, insbesondere liebe Paten!
Was wir gemeinsam mit ihrer Hilfe in den vergangenen 2 Jahren geschafft haben ( für die Menschen)  ist wirklich unbeschreiblich.  Wir haben unzählige Rollstühle geliefert, wir haben Brunnen gebohrt und die Trinkwasserversorgung aufgebaut, wir haben Obst und Gemüse angebaut, Dächer erneuert, Fenster und Türen eingesetzt, Stallungen errichtet, medizinisch versorgt, in die Schule befördert, hungernde Menschen ernährt und Hoffnung und Zuversicht gespendet.

Es gibt gute Neuigkeiten.
Bereits im Dezember 2014 (wir waren in Ostrumänien) zeichnete sich eine Veränderung in unserem Humanprojekt ab. Aber es war nichts schlechtes , sondern etwas gutes, etwas sehr gutes. Rumänien hatte erst wenige Wochen zuvor  einen neuen Präsidenten gewählt. Es ist ein deutschstämmiger Mann, sein Name ist Johannis. Präsident Johannis ist nicht nur ein neuer Hoffnungsträger,  der EU-Treue Politiker startete die größte Anti-Korruptionsbekämpfung in Rumänien seit dem die Römer das Land letztmalig regierten. Politiker und Polizeibeamte wurden massenhaft verhaftet. Behörden wurden blitzartig freundlich und hilfsbereit. Auch für Equiwent hatte das Folgen. Urplötzlich war es möglich, dass unsere Patenkinder und Patenfamilien aus dem Adoptionsprogramm offiziell Hilfe beantragen konnten.

Ich war skeptisch und fuhr gemeinsam mit unserer Sozialarbeiterin Ecaterina in eine Sozialstation in Iasi in der Innenstadt. Das Gebäude war beeindruckend neu und das Personal höflich.

  Markus und Ecaterina im Dezember 2014 in einer sozialen Einrichtung in Ostrumänien. Hier sollten wir tatsächlich fachgerechte Hilfe für unser Hilfsprogramm finden.

Markus und Ecaterina im Dezember 2014 in einer sozialen Einrichtung in Ostrumänien. Hier sollten wir tatsächlich fachgerechte Hilfe für unser Hilfsprogramm finden.

Ich wollte es nicht glauben. Aber warum waren Behörden urplötzlich hilfsbereit welche uns jahrelang die Tür zugeschlagen hatten? Offensichtlich hat sich die politische Führung stark zum positiven verändert!
Die nächsten Monate waren extrem spannend für uns alle. Würde den wirklich ein sozialer Dienst sich um die Härtefälle unser Adoptionsgruppe kümmern? Dauerhaft? Ja, so sollte es kommen.

Aber was hätte das Auswirkungen für Equiwent? Insbesondere für Ecaterina? Ich mache die Antwort kurz. Das Adoptionsprojekt wurde seit dem 1.03.2015 schlagartig herunter gefahren, nicht beendet. Ecaterina besucht wieder die Universität und arbeitet an ihrem Doctortitel. Ihr Vater, Petrika der Hufschmied, arbeitet natürlich weiter in seiner Region und kümmert sich um die Belange der Pferde.

Sind die Menschen der Adoptionsgruppe nun ohne Aufsicht und Zuwendung durch Equiwent?
Natürlich NICHT!!  Dr.Ursache kontrolliert weiter wöchentlich unsere Adoptionsfamilien und kümmert sich um die Bedürftigen.
Es werden nun aber große finanzielle Mittel eingespart da die die medizinische Versorgung der alten und behinderten Menschen vom rumänischen Staat übernommen wierd.
Was geschieht nun mit diesen finanziellen Möglichkeiten? Im März 2015 hatten wir diesbezüglich eine Vorstandsitzung einberufen.  Ein kleiner Teil des Geldes soll uns beim Aufbau einer Versorgungstation auf Fuerteventura helfen. Ein größerer Teil des eingesparten Geldes wird künftig die zweite Versorgungsstation den Tierarztes Dr. Alexander in Ostrumänien sichern. Die restlichen 20% des Geldes fließen in die Kinderhilfsgruppe unter Leitung unseres Dr. Ursache.

Somit ist Equiwent ab dem 1.4.2015 wieder zu 98,5 % eine reine Pferdehilfsorganisation.

Freuen sie sich bitte nun über ein paar ausgesuchte Bilder ( weiter unten ) welche uns Dr. Ursache im März geschickt hatte. Alles kommt an bei Equiwent!
Herzlichst, ihr Markus Raabe

03/2015 Neuer Arzt, neue Station, neue Hoffnung

Am 4.März brachen wir nach Rumänien auf. Zwei Wochen sollte unser Unternehmen dauern. Wir fuhren mit gemischten Gefühlen. Wir wollten wichtige Medikamente und weitere Dinge in unsere Stationen liefern. Außerdem wollten wir uns mit einem jungen Tierarzt treffen. Dr.Alexander hatte sich bei Equiwent beworben. Ich wusste nicht viel über ihn außer das dieser junge Arzt erst 27 Jahre alt ist und er ca 100km nordwestlich von unserer Station (Dr.Ursache) entfernt ist. Vielleicht würde er gar nicht zu uns passen oder er hätte komplett andere Ansichten im Tierschutz, dachte ich mir.

  So sieht er aus, der Neue!

So sieht er aus, der Neue!

Noch bevor wir Dr.Ursache erreichen würden wollte ich ihn kennen lernen. Wir trafen uns in einem Cafe`und redeten bis tief in die Nacht. Er war superintelligent und absolut tierlieb, er spricht fließend English. Bereits mit 24 Jahren erhielt er seinen Doctortitel , seine Sachkenntnis über Pferde beeindruckten Tiffany und mich sehr. Nach dem Gespräch fuhren wir noch weiter in die Stadt Iasi zu unserem Dr. Ursache.   Erst auf dem Rückweg wollten wir mit Dr.Alexander ein paar Tage arbeiten um ihn besser kennen zu lernen.

  Dr.Alexander führt und durch arme Regionen um über seine Möglichkeiten zu reden.   Ehrenamtlich ist er bereits im Tierschutz aktiv, seit nun drei Jahren! Außerdem ist er der offizielle Amtsinspektor der Region Suceava, ehrenamtlich!

Dr.Alexander führt und durch arme Regionen um über seine Möglichkeiten zu reden.
Ehrenamtlich ist er bereits im Tierschutz aktiv, seit nun drei Jahren!
Außerdem ist er der offizielle Amtsinspektor der Region Suceava, ehrenamtlich!

Es mangelt an allem!
Der junge Arzt berichtet uns über die Mißstände in Ostrumänien und über die bittere Armut. Er ist begeistert vom „Equiwent-Konzept“ sagte er uns gleich zu beginn. Er hatte schon viel Kontakt zu fanatischen Tierschützern welche mehr Ärger als Besserung gebracht hätten. Er sucht einen Heimathafen welcher ihn unterstützt. Nachhaltigkeit, anhaltende Veränderung und Bildung für die Menschen sind der Schlüssel zum Erfolg, sagte er uns . Er hatte genug von populistischen Hetzparolen gegen sein Volk.  

  Der „neue Arzt“ und wir bei der täglichen Arbeit.

Der „neue Arzt“ und wir bei der täglichen Arbeit.

Innerhalb von drei Tagen….
das Equiwent nicht unbedingt ein Verein der Worte ist weiß jedes Fördermitglied. Aber hier hatten wir uns mit den „Taten“ selbst übertroffen. Mitte März wurde eine neue „Equiwent-Station“ aus dem Boden gestampft. Eine mobile Tierarztpraxis und eine feste Station konnten wir bereits in den ersten 72 Std aus den Boden stampfen. Nun arbeitet Dr.Alexander täglich für die geschundenen Arbeitspferdchen unter der Flagge von Equiwent. Es wird ein finanzieller Kraftakt für uns werden aber wenn ich diese Chance für die vielen Pferde in Rumänien hätte verstreichen lassen dann könnte ich nicht mehr in den Spiegel schauen.  Ein hoher Bedarf an Medikamente für diese neue Station lässt natürlich unsere finanziellen Mittel lächerlich aussehen. Aber manchmal geschehen ja Wunder…

  Wir konnten bereits eine ordentliche Grundausstattung an Medikamente und   Zubehör übergeben.

Wir konnten bereits eine ordentliche Grundausstattung an Medikamente und
Zubehör übergeben.

  Markus Raabe und Dr.Alexander in der neuen Equiwent-Station.

Markus Raabe und Dr.Alexander in der neuen Equiwent-Station.

Seit dem 18.03.15 findet eine gute Kommunikation zwischen der neuen Niederlassung in Ostrumänien und unserer Hauptstelle in Deutschland statt.  Ich hoffe aus tiefsten Herzen mit diesem jungen Mediziner einen Weggefährten für die nächsten Jahrzehnte gefunden zu haben. Ich bin überzeugt einen soliden Weg zu finden um auch finanziell gesichert die medizinische Versorgung der Pferde zu gewährleisten.

  Ein Haus wie das andere. Ein undichtes Dach und geplatzte Fensterscheiben. Das Land ist (stellenweise) bettelarm.  Ostrumänien gehört zu den ärmsten Regionen in Europa. Experten sagen auch oft „die zweite Welt im Übergang zur dritten Welt“ , es ist nicht übertrieben. Griechenland ist nicht alleine mit seiner Armut, auch Ostrumänien verdient unsere Hilfe. Die Pferde werden es uns danken.

Ein Haus wie das andere. Ein undichtes Dach und geplatzte Fensterscheiben. Das Land ist (stellenweise) bettelarm.  Ostrumänien gehört zu den ärmsten Regionen in Europa. Experten sagen auch oft „die zweite Welt im Übergang zur dritten Welt“ , es ist nicht übertrieben. Griechenland ist nicht alleine mit seiner Armut, auch Ostrumänien verdient unsere Hilfe. Die Pferde werden es uns danken.

Ich danke allen Menschen welche an unserer Seite stehen.
Nicht labern, sondern handelt ist unser Motto. 

Herzlichst, ihr Markus Raabe und Team