Auch Kinder können weinen.

Johanna – eine von 187 – aber einzigartig!

Hallo meine Lieben!
Wenn ich nun die tausende Kilometer im Auto sitze um unsere östlichste Station zu erreichen so muss ich an viele Dinge denken.
Eigentlich kann ich niemals den Erwartungen gerecht werden. Jeder einzelne Mitarbeiter in Ostrumänien möchte einen Mehrbedarf für seinen Bereich anmelden und die Bestellliste für die Medikamente ist 3 Meter lang. 
Wenn ich aus Rumänien in drei Wochen zurück bin, so werde ich mindesten 10-11.000 KM auf dem Tacho haben. Und jeder einzelne Kilometer vergeht wie im Flug. Immer zu denke ich. Ich mus denken denken und denken. Kann nicht abschalten. Wache Nachts auf, laufe durch die Sternennacht und denke. Ich brauche keinen Schlaf sondern nur Schokolade für mein Hirn.
Ich denke an die Zukunft unserer EU, das Zusammenleben und die Ungerechtigkeit in der EU. 
Arm Geboren- arm Gestorben. So einfach ist das.

Ich denke an die Pferde und an unsere Kinder an dem östlichsten Ende unserer EU. Wenn ich an so manche Kinderschicksale denke wird mir übel. Kleine Seelen haben manchmal schon so viel ertragen, dass es mir als Vater von zwei Kindern die Tränen in die Augen schießen lässt während ich diesen Text hier schreibe.
Heute möchte ich euch Johanna vorstellen. Johanna ist 14 Jahre jung , superlieb und die beste Schülerin ihrer Klasse. 

Sie saugt Informationen auf wie ein Schwamm. 
Direkt nach ihrer Geburt wurde sie von ihrer Familie verstoßen. 
Heute kann Johanna über ihre Gefühle reden und erlaubt uns auch dieses Foto. 
Ihr Hund Bobby ist ihr ein und alles.—————-
Eine Krankenschwester hatte Mitleid und adoptierte dieses Mädchen. Sie wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Leider verstarb die Pflegemama vor zwei Jahren. 
Wie schlimm muss es sein zwei Mal seine Mama zu verlieren?
12 Jahre war sie da und besaß nichts. Ihre Klassenlehrerin nahm sie auf und gab ihr ein Obdach. 

Equiwent kümmert sich nun seit zwei Jahren um Johanna
und sorgt für das Nötigste. 
Nach ihrem Abitur möchte sie Medizin studieren und Ärztin werden, toll oder? Wir werden ihr beistehen, versprochen.

Es ist schrecklich Kinder mit Zahlen zu betiteln. Dennoch muss ich mir jeden einzelnen Kilometer bewusst machen, dass fast 200 Kinderseelen auf mich zählen. Die pflebedürftigen Erwachsenen habe ich noch nicht mit einbezogen.

Wir ersticken in Sachspenden und habe selten genug Geld für eine Erbsensuppe um alle satt zu bekommen. Monatlich treffen unmengen Kuscheltiere und Spielzeug bei uns ein und wir haben kaum die Mittel für einen Zahnarzt, Antibiotikum oder eine Brille. Wir bräuchten so dringend Geld für unser Humanprojekt.

Ich bitte darum mir diese ehrlichen Worte zu verzeihen. 
Ich möchte mich bei allen Menschen bedanken welche uns irgend wie unterstützen.
Vielleicht erhören mich aber andere und geben uns eine Chance und klicken zumindest mal unser Human-Programm an. 
Aber vermutlich hagelt es wieder böse Kommentare mit Spott und Hohn für unsere Kindergruppe.
Ich mache dennoch weiter, immer weiter…
Meine Kraft schöpfe ich aus meinem Glauben, meiner tollen Familie und den über 1300 Mitgliedern von Equiwent.
Danke das es euch gibt.

Es ist für mich manchmal unbegreiflich, dass ich problemlos Spenden für ein Pferd oder für einen Hund bekomme. Aber die ärmsten Kinder unserer EU finden kaum Zuspruch.
Menschen, welche durch uns ( von den Pferderettern) unterstützt werden sind völlig am Ende, tiefer geht es kaum. Ich kann mit Fug und Recht sagen das wir die ärmsten Menschen unserer EU in unserem Programm haben. Und wenn wir nicht schnell genug zur Stelle waren so müssen wir eben die Schaufel von der Ladefläche holen und buddeln.
Man, ich hätte doch niemals gedacht das ich als Hufschmied einmal Särge kaufen würde und die letzte Ehre erweise.

as für eine kranke Welt ist das nur, oder Freunde? 
Wo ist die Gerechtigkeit nur hingelaufen? Wann kommt sie zurück?

Ich würde mich sehr freuen wenn wir Spenden
für unsere Waisenkinder
 bekommen würden.
** Stichwort „Johanna und die anderen Kinder“
Herzlichst, ihr Markus Raabe
Hufschmied, ehrenamtlicher Leiter einen Hilfsorganisation und Vater