03/2015 Umbruch in der humanitären Hilfe

Liebe Förderer, insbesondere liebe Paten!
Was wir gemeinsam mit ihrer Hilfe in den vergangenen 2 Jahren geschafft haben ( für die Menschen)  ist wirklich unbeschreiblich.  Wir haben unzählige Rollstühle geliefert, wir haben Brunnen gebohrt und die Trinkwasserversorgung aufgebaut, wir haben Obst und Gemüse angebaut, Dächer erneuert, Fenster und Türen eingesetzt, Stallungen errichtet, medizinisch versorgt, in die Schule befördert, hungernde Menschen ernährt und Hoffnung und Zuversicht gespendet.

Es gibt gute Neuigkeiten.
Bereits im Dezember 2014 (wir waren in Ostrumänien) zeichnete sich eine Veränderung in unserem Humanprojekt ab. Aber es war nichts schlechtes , sondern etwas gutes, etwas sehr gutes. Rumänien hatte erst wenige Wochen zuvor  einen neuen Präsidenten gewählt. Es ist ein deutschstämmiger Mann, sein Name ist Johannis. Präsident Johannis ist nicht nur ein neuer Hoffnungsträger,  der EU-Treue Politiker startete die größte Anti-Korruptionsbekämpfung in Rumänien seit dem die Römer das Land letztmalig regierten. Politiker und Polizeibeamte wurden massenhaft verhaftet. Behörden wurden blitzartig freundlich und hilfsbereit. Auch für Equiwent hatte das Folgen. Urplötzlich war es möglich, dass unsere Patenkinder und Patenfamilien aus dem Adoptionsprogramm offiziell Hilfe beantragen konnten.

Ich war skeptisch und fuhr gemeinsam mit unserer Sozialarbeiterin Ecaterina in eine Sozialstation in Iasi in der Innenstadt. Das Gebäude war beeindruckend neu und das Personal höflich.

  Markus und Ecaterina im Dezember 2014 in einer sozialen Einrichtung in Ostrumänien. Hier sollten wir tatsächlich fachgerechte Hilfe für unser Hilfsprogramm finden.

Markus und Ecaterina im Dezember 2014 in einer sozialen Einrichtung in Ostrumänien. Hier sollten wir tatsächlich fachgerechte Hilfe für unser Hilfsprogramm finden.

Ich wollte es nicht glauben. Aber warum waren Behörden urplötzlich hilfsbereit welche uns jahrelang die Tür zugeschlagen hatten? Offensichtlich hat sich die politische Führung stark zum positiven verändert!
Die nächsten Monate waren extrem spannend für uns alle. Würde den wirklich ein sozialer Dienst sich um die Härtefälle unser Adoptionsgruppe kümmern? Dauerhaft? Ja, so sollte es kommen.

Aber was hätte das Auswirkungen für Equiwent? Insbesondere für Ecaterina? Ich mache die Antwort kurz. Das Adoptionsprojekt wurde seit dem 1.03.2015 schlagartig herunter gefahren, nicht beendet. Ecaterina besucht wieder die Universität und arbeitet an ihrem Doctortitel. Ihr Vater, Petrika der Hufschmied, arbeitet natürlich weiter in seiner Region und kümmert sich um die Belange der Pferde.

Sind die Menschen der Adoptionsgruppe nun ohne Aufsicht und Zuwendung durch Equiwent?
Natürlich NICHT!!  Dr.Ursache kontrolliert weiter wöchentlich unsere Adoptionsfamilien und kümmert sich um die Bedürftigen.
Es werden nun aber große finanzielle Mittel eingespart da die die medizinische Versorgung der alten und behinderten Menschen vom rumänischen Staat übernommen wierd.
Was geschieht nun mit diesen finanziellen Möglichkeiten? Im März 2015 hatten wir diesbezüglich eine Vorstandsitzung einberufen.  Ein kleiner Teil des Geldes soll uns beim Aufbau einer Versorgungstation auf Fuerteventura helfen. Ein größerer Teil des eingesparten Geldes wird künftig die zweite Versorgungsstation den Tierarztes Dr. Alexander in Ostrumänien sichern. Die restlichen 20% des Geldes fließen in die Kinderhilfsgruppe unter Leitung unseres Dr. Ursache.

Somit ist Equiwent ab dem 1.4.2015 wieder zu 98,5 % eine reine Pferdehilfsorganisation.

Freuen sie sich bitte nun über ein paar ausgesuchte Bilder ( weiter unten ) welche uns Dr. Ursache im März geschickt hatte. Alles kommt an bei Equiwent!
Herzlichst, ihr Markus Raabe