03/2015 Neuer Arzt, neue Station, neue Hoffnung

Am 4.März brachen wir nach Rumänien auf. Zwei Wochen sollte unser Unternehmen dauern. Wir fuhren mit gemischten Gefühlen. Wir wollten wichtige Medikamente und weitere Dinge in unsere Stationen liefern. Außerdem wollten wir uns mit einem jungen Tierarzt treffen. Dr.Alexander hatte sich bei Equiwent beworben. Ich wusste nicht viel über ihn außer das dieser junge Arzt erst 27 Jahre alt ist und er ca 100km nordwestlich von unserer Station (Dr.Ursache) entfernt ist. Vielleicht würde er gar nicht zu uns passen oder er hätte komplett andere Ansichten im Tierschutz, dachte ich mir.

  So sieht er aus, der Neue!

So sieht er aus, der Neue!

Noch bevor wir Dr.Ursache erreichen würden wollte ich ihn kennen lernen. Wir trafen uns in einem Cafe`und redeten bis tief in die Nacht. Er war superintelligent und absolut tierlieb, er spricht fließend English. Bereits mit 24 Jahren erhielt er seinen Doctortitel , seine Sachkenntnis über Pferde beeindruckten Tiffany und mich sehr. Nach dem Gespräch fuhren wir noch weiter in die Stadt Iasi zu unserem Dr. Ursache.   Erst auf dem Rückweg wollten wir mit Dr.Alexander ein paar Tage arbeiten um ihn besser kennen zu lernen.

  Dr.Alexander führt und durch arme Regionen um über seine Möglichkeiten zu reden.   Ehrenamtlich ist er bereits im Tierschutz aktiv, seit nun drei Jahren! Außerdem ist er der offizielle Amtsinspektor der Region Suceava, ehrenamtlich!

Dr.Alexander führt und durch arme Regionen um über seine Möglichkeiten zu reden.
Ehrenamtlich ist er bereits im Tierschutz aktiv, seit nun drei Jahren!
Außerdem ist er der offizielle Amtsinspektor der Region Suceava, ehrenamtlich!

Es mangelt an allem!
Der junge Arzt berichtet uns über die Mißstände in Ostrumänien und über die bittere Armut. Er ist begeistert vom „Equiwent-Konzept“ sagte er uns gleich zu beginn. Er hatte schon viel Kontakt zu fanatischen Tierschützern welche mehr Ärger als Besserung gebracht hätten. Er sucht einen Heimathafen welcher ihn unterstützt. Nachhaltigkeit, anhaltende Veränderung und Bildung für die Menschen sind der Schlüssel zum Erfolg, sagte er uns . Er hatte genug von populistischen Hetzparolen gegen sein Volk.  

  Der „neue Arzt“ und wir bei der täglichen Arbeit.

Der „neue Arzt“ und wir bei der täglichen Arbeit.

Innerhalb von drei Tagen….
das Equiwent nicht unbedingt ein Verein der Worte ist weiß jedes Fördermitglied. Aber hier hatten wir uns mit den „Taten“ selbst übertroffen. Mitte März wurde eine neue „Equiwent-Station“ aus dem Boden gestampft. Eine mobile Tierarztpraxis und eine feste Station konnten wir bereits in den ersten 72 Std aus den Boden stampfen. Nun arbeitet Dr.Alexander täglich für die geschundenen Arbeitspferdchen unter der Flagge von Equiwent. Es wird ein finanzieller Kraftakt für uns werden aber wenn ich diese Chance für die vielen Pferde in Rumänien hätte verstreichen lassen dann könnte ich nicht mehr in den Spiegel schauen.  Ein hoher Bedarf an Medikamente für diese neue Station lässt natürlich unsere finanziellen Mittel lächerlich aussehen. Aber manchmal geschehen ja Wunder…

  Wir konnten bereits eine ordentliche Grundausstattung an Medikamente und   Zubehör übergeben.

Wir konnten bereits eine ordentliche Grundausstattung an Medikamente und
Zubehör übergeben.

  Markus Raabe und Dr.Alexander in der neuen Equiwent-Station.

Markus Raabe und Dr.Alexander in der neuen Equiwent-Station.

Seit dem 18.03.15 findet eine gute Kommunikation zwischen der neuen Niederlassung in Ostrumänien und unserer Hauptstelle in Deutschland statt.  Ich hoffe aus tiefsten Herzen mit diesem jungen Mediziner einen Weggefährten für die nächsten Jahrzehnte gefunden zu haben. Ich bin überzeugt einen soliden Weg zu finden um auch finanziell gesichert die medizinische Versorgung der Pferde zu gewährleisten.

  Ein Haus wie das andere. Ein undichtes Dach und geplatzte Fensterscheiben. Das Land ist (stellenweise) bettelarm.  Ostrumänien gehört zu den ärmsten Regionen in Europa. Experten sagen auch oft „die zweite Welt im Übergang zur dritten Welt“ , es ist nicht übertrieben. Griechenland ist nicht alleine mit seiner Armut, auch Ostrumänien verdient unsere Hilfe. Die Pferde werden es uns danken.

Ein Haus wie das andere. Ein undichtes Dach und geplatzte Fensterscheiben. Das Land ist (stellenweise) bettelarm.  Ostrumänien gehört zu den ärmsten Regionen in Europa. Experten sagen auch oft „die zweite Welt im Übergang zur dritten Welt“ , es ist nicht übertrieben. Griechenland ist nicht alleine mit seiner Armut, auch Ostrumänien verdient unsere Hilfe. Die Pferde werden es uns danken.

Ich danke allen Menschen welche an unserer Seite stehen.
Nicht labern, sondern handelt ist unser Motto. 

Herzlichst, ihr Markus Raabe und Team